Forschung

Rekordförderung für Digitalisierung und Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt erhält 92,7 Millionen Euro für die Forschung: Vor allem Projekte zur Digitalisierung und Chemie sollen gefördert werden.

OAZ
2 Min
Auch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg profitiert von der Forschungsförderung.

Auch die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg profitiert von der Forschungsförderung.

© Sascha Steinach/IMAGO

Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr rund 92,7 Millionen Euro an Fördergeldern erhalten, die überwiegend aus EU-Mitteln stammen. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, wurden insgesamt 86 Forschungs- und Innovationsprojekte unterstützt. Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) bezeichnete die Förderungen als einen „Booster für Zukunft und Wachstum“, der die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes deutlich steigere.

Zu den herausragenden Projekten gehört das Forschungszentrum Dynamische Systeme (CDS) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Mit fast 10,9 Millionen Euro an Fördergeldern, davon 6,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), sollen der Strukturwandel in der Chemieindustrie sowie innovative Ansätze zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz und das Recycling von Kunststoffabfällen vorangetrieben werden. Diese Maßnahmen sollen sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Herausforderungen in der Region adressieren.

Ebenso bedeutend sind die Förderungen für den Medizintechnik-Forschungscampus STIMULATE der Universität Magdeburg, der rund 9,98 Millionen Euro erhielt. Hier liegt der Fokus auf der Entwicklung und Erprobung neuer Technologien für die Medizintechnik. Ein weiteres Projekt der Universität Magdeburg, der „Digitale Work-Life-Zwilling“, wurde mit 10,72 Millionen Euro unterstützt. Ziel des Projekts ist es, intelligente Mobilitäts- und Kommunikationslösungen im neu entstehenden Wohnquartier „Wissenschaftshafen Magdeburg“ zu entwickeln.

Auch die MLU Halle-Wittenberg profitiert

Auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konnte von den Fördergeldern profitieren: Für die Graduiertenschulen zu Pflanzenforschung und nachhaltiger Polymerwissenschaft wurden durch das Projekt „AGRIPOLY II“ rund 5,8 Millionen Euro bewilligt, darunter 3,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds+ (ESF+). Das EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt erhielt knapp sechs Millionen Euro, um Forschende gezielt bei der Beantragung von EU-Drittmitteln zu unterstützen.

Willingmann betonte, dass die umfangreiche Förderung die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen weiter intensiviert und gleichzeitig die Fachkräftesicherung in der Region unterstützt. Seit Beginn der aktuellen EU-Förderperiode 2021 bis 2027 wurden bereits mehr als 292 Millionen Euro für Forschungsprojekte in Sachsen-Anhalt bewilligt.

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