Frankfurt a. M. dpaDie Todesumstände des Nigerianers Kola Bankole bei dessen Abschiebung auf dem Flughafen Frankfurt a. M. bleiben möglicherwelse noch länger ungeklärt.Die Frankfurter Staatsanwaltschaft werde zu dem Todesfall erst Stellung nehmen, wenn alle ausstehenden Gutachten vorlägen, und das Wird sicherlich Wochen dauern", sagte eine Behördensprecherin gestern. Ärzte hatten erklärt, Bankole sei an einem Knebel erstickt. Oberstaatsanwältin Becker-Toussaint lehnte es ab, nähere Einzelheiten aus dem vorläufigen Obduktionsgutachten zu veröffentlichen. Dagegen sprächen auch die Persönlichkeitsrechte des Toten. Das bisherige Sektionsergebnis lege "die Annahme eines Herztodes nahe". Der Bundesgrenzschutz hatte eingeräumt, daß Asylbewerber "in Einzelfällen" mit einem "Beißschutz" abgeschoben würden. Was auf dem Flughafen vorgehe, sei "für Deutschland beschämend", sagte Jugendministerin Iris Blaul (Bündnis 90/ Grüne) Im hessischen Landtag zur Zurückweisung minderjähriger Flüchtlinge. Mit den Stimmen von SPD und Bündnis 90/ Grüne verurteilte der Landtag diesen Umgang mit unbegleiteten Kindern und Jugendlichen, die um Asyl bitten.
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