Sicherheit

Zugbegleiter tot geschlagen: Ministerpräsident Schweitzer fordert Bodycams und mehr Personal

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident verlangt eine Sonderverkehrsministerkonferenz. Die Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern.

Kai Kleinwächter
Kai Kleinwächter
2 Min

Nach dem Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) weitreichende Sicherheitsmaßnahmen für den Bahnverkehr gefordert. In einem Interview bei Phoenix verlangte er eine stärkere Präsenz der Bundespolizei an Bahnhöfen sowie den flächendeckenden Einsatz von Bodycams und Videoüberwachung. Auch die Zahl der Zugbegleiter müsse erhöht werden.

Bei der Finanzierung verwies Schweitzer auf die Regionalisierungsmittel des Bundes. „Das kriegen wir nur gemeinsam hin“, sagte er. Der Ministerpräsident forderte eine Sonderverkehrsministerkonferenz unter Beteiligung des Bundesinnenministers.

Zugbegleiter stirbt nach Angriff

Auslöser der Debatte ist der Angriff auf einen 36-jährigen Zugbegleiter am Montagabend. Der Mitarbeiter von DB Regio wurde bei einer Fahrkartenkontrolle im Regionalexpress von Heidelberg nach Koblenz von einem Schwarzfahrer attackiert und erlag später seinen Verletzungen. Der 26-jährige Tatverdächtige, ein griechischer Staatsangehöriger, sitzt in Untersuchungshaft.

Die Zahlen zeigen einen besorgniserregenden Trend: So registrierte DB Regio Nordost 2025 in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern 111 Körperverletzungen gegen Personal. 2024 waren es noch 89. Die Bahn spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung.

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