Mittwochabend, Nashville. Christa Pike, 50, liegt festgeschnallt in der Hinrichtungskammer. Die Henker suchen eine Vene. Ihr Anwalt Randy Spivey, als Zeuge anwesend, zählt allein am linken Arm mindestens sieben Einstiche; eine Nadel sei verbogen gewesen, als sie herausgezogen wurde. Der rechte Arm verfärbt sich violett. Irgendwann beginnt die Frau, der der Staat hier das Leben nehmen will, dem Hinrichtungsteam zu helfen: „Bitte versucht es weiter oben, an der Schulter.“ Als die Zugänge liegen, bedankt sie sich.
Todesstrafe
„Minus den Tod“: Sie half ihren Henkern bei der Suche nach einer Vene – und überlebte
Christa Pike überlebt die Giftspritze. Ihr Fall entlarvt die „humane“ Hinrichtung als grausame Illusion. Was das mit der DDR und unglaubwürdigen Bewertungen staatlichen Unrechts zu tun hat.
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Rettungsfahrzeuge vor der Riverbend-Hochsicherheitsanstalt in Tennessee: Christa Pikes Hinrichtung wurde abgebrochen.
© George Walker IV/AP/dpa
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