Kriminalität

Missbrauchsfall Münster: Anklage gegen weiteren Mann

Der 34-Jährige aus dem Kreis Warendorf soll mehrmals Kinder sexuell missbraucht, sowie Kinderpornografie besessen haben.

Team News Eva Maria Braungart dpa/eb
2 Min
In dieser Gartenlaube in Münster sollen Kinder vergewaltigt worden sein.

In dieser Gartenlaube in Münster sollen Kinder vergewaltigt worden sein.

© dpa/Guido Kirchner

Bei dem Opfer im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs handelt es sich laut den Ermittlungen um einen heute elf Jahre alten Jungen aus Münster, der in dem Komplex wiederholt Opfer von schweren Missbrauchshandlung an verschiedenen Orten und von verschiedenen Männern geworden ist. Bei dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs soll ein im Jahr 2019 sieben Jahre alter Junge aus dem Bekanntenkreis des Angeschuldigten das Opfer gewesen sein.

Münster ist einer von drei großen Tatkomplexen

Der nicht vorbestrafte 34-Jährige war im November 2020 festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Über seinen Anwalt bestreitet er die Vorwürfe, räumt aber Treffen mit dem 27-jährigen Hauptangeklagten, der den Sohn seiner Lebensgefährtin wiederholt missbraucht und anderen Männern angeboten haben soll, ein.

Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Tatkomplexen in Nordrhein-Westfalen, die seit dem Jahr 2019 aufgedeckt wurden. Es geht dabei um sexuelle Gewalt an einer Vielzahl von Kindern und um große Netzwerke mit zahlreichen Beteiligten und Opfern. In dem Tatkomplex gibt es über 40 Tatverdächtige, von denen rund 30 in Untersuchungshaft sitzen. Etwa 30 Kinder sollen Opfer geworden sein. Im Hauptprozess vor dem Landgericht Münster werden im Frühjahr die Urteile erwartet.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

weltbune Banner