UPDATE

Justiz

Missbrauchskomplex Münster: Berliner legt Geständnis ab

Die Ermittler werfen dem Mann schweren sexuellen Missbrauch und das Besitzverschaffen von Kinderpornografie vor.

Team News Eva Maria Braungart dpa/eb
2 Min
Im Missbrauchskomplex Münster beginnt am Landgericht ein weiterer Prozess gegen einen Angeklagten.

Im Missbrauchskomplex Münster beginnt am Landgericht ein weiterer Prozess gegen einen Angeklagten.

© Foto: dpa/Fabian Strauch

Über 40 Tatverdächtige bei drei Tatkomplexen in NRW

Bei dem Opfer soll es sich um einen heute elf Jahre alten Jungen aus Münster handeln, der in dem gesamten Komplex wiederholt Opfer von schweren sexuellen Missbrauchshandlungen geworden ist. Laut Anklage soll der Junge im Juni 2019 in Hannover und im August und Dezember 2019 in Münster von dem Angeklagten im Beisein seines im Hauptverfahren angeklagten 27-jährigen Pflegevaters missbraucht worden sein. Bis zum 7. Mai hatte das Landgericht Münster in diesem Nebenverfahren fünf weitere Termine angesetzt. Nach dem Geständnis sind diese Verhandlungstage nicht mehr nötig.

Münster ist neben Lügde und Bergisch Gladbach einer von drei großen Tatkomplexen in Nordrhein-Westfalen, die seit dem Jahr 2019 aufgedeckt wurden. Es geht dabei um sexuelle Gewalt an einer Vielzahl von Kindern und um große Netzwerke mit zahlreichen Beteiligten und Opfern. In dem Tatkomplex gibt es über 40 Tatverdächtige, von denen rund 30 in Untersuchungshaft sitzen. Zuletzt wurde ein Mann aus dem Kreis Warendorf angeklagt. Etwa 30 Kinder sollen Opfer geworden sein. Im Hauptprozess vor dem Landgericht Münster werden im Frühjahr die Urteile erwartet.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

weltbune Banner