Kommentar

Mobilitätswende in Berlin: Kommt nach der Wahl die Konterrevolution?

Viele Berliner finden die Verkehrspolitik nicht gut. Doch oft ist die Kritik blauäugig und ungerecht. Möglich, dass die Mobilitätswende Rückschläge erleidet.

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Pop-up-Radweg am Halleschen Ufer in Kreuzberg. Mit dem Bau der temporären Radfahrstreifen hat Berlin international Schlagzeilen gemacht. Doch Autofahrer fühlen sich eingeengt.

Pop-up-Radweg am Halleschen Ufer in Kreuzberg. Mit dem Bau der temporären Radfahrstreifen hat Berlin international Schlagzeilen gemacht. Doch Autofahrer fühlen sich eingeengt.

© Berliner Zeitung/Markus Wächter

Schlecht, sagen Berliner, die oft Auto fahren. Die Baustellen! Die Staus! Sicher wurde dem Autoverkehr hier und da Platz weggenommen. Doch wer auf Verkehrssenatorin Regine Günther schimpft, sollte anerkennen, was die Grünen-Politikerin in der nun endenden Wahlperiode alles nicht getan hat. Sie hat weder Forderungen nach einer City-Maut erfüllt noch den Volksentscheid Berlin autofrei unterstützt oder gegen den Weiterbau der Bundesautobahn 100 protestiert. In Berlin kostet der Parkausweis für Anwohner unverändert 10,20 Euro pro Jahr, in Tübingen bald bis zu 180 Euro.

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