Ute Lindner öffnet die Tür zu dem kleinen Gartenatelier hinter ihrem Haus in Panketal bei Berlin, kühles Winterlicht fällt durch das Dachfenster und raumhohe Glasfronten. Früher war das mal ein Schuppen. Jetzt dominieren hier ein langer Schneidertisch und Ständer mit Teilen ihrer aktuellen Kollektion. Ute Lindner, groß, schmal, zart, trägt Jeans unter einem weichen Wollblazer – und strahlt: Genauso hatte sie sich ihren Pracht-Bildband „Zwischen Schein und Sein“ vorgestellt, der kürzlich ausgeliefert wurde. Er versammelt Modegrafiken von 1960 bis 1990, Arbeiten der besten Designerinnen und Designer aus dem Osten, dazu zwei brillante Essays zum Thema von Wolfgang Joop und Mathias Bertram.
DDR-Vergangenheit
Ute Lindner: „Wir versuchten, Mode und Vernunft zu paaren“
Die Modedesignerin hatte sich in der DDR durchgesetzt, als der Mauerfall ihre Karriere rüde stoppte. Heute sagt sie: Der Westen hätte vom Osten lernen können.
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Designerin Ute Lindner posiert für ein Foto.
© Enrico Lindner
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