Originalitätskrise

Alles schon da gewesen: Warum Gen Z eine Generation ohne eigenen Modestil ist

Zwischen Archiv-Kult und TikTok-Trends: Warum die Modeindustrie nur noch die Vergangenheit kopiert – und der Gen Z der Mut zum Anderssein fehlt.

4 Min
Einige der bekanntesten Stil-Ikonen der Gen Z unter sich: Bella Hadid, Kendall Jenner, Hailey und Justin Bieber, Amelia Gray und Addison Rae (v.l.n.r.)

Einige der bekanntesten Stil-Ikonen der Gen Z unter sich: Bella Hadid, Kendall Jenner, Hailey und Justin Bieber, Amelia Gray und Addison Rae (v.l.n.r.)

© Collage: Berliner Zeitung, Imago

Ich kann es nicht mehr hören: „Das hatten wir damals auch schon an“, tönt es mir regelmäßig von der Generation 40 Plus entgegen, wenn sie meine Low Waist Jeans oder meinen Alexander McQueen Skull Scarf erblicken. Sie haben dann diesen ganz bestimmten Blick drauf: irgendwas zwischen Nostalgie und Überlegenheit – zumindest bilde ich mir das ein.

Je öfter ich diesen Kommentar hörte, desto mehr stellte sich bei mir ein Gefühl der Identitätskrise ein: Ist die Gen Z etwa eine Generation ohne eigenen Modestil? Tatsächlich fällt es mir schwer, eine modische Innovation zu benennen, die stellvertretend für unser heutiges Modezeitalter stehen könnte. Alles ist eine Referenz, ein Zitat, eine Kopie – oftmals eine schlechte.

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