Friedrichshain-Kreuzberg zählt – gemeinsam mit Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Pankow – zu den Bezirken mit den höchsten Angebotsmieten der Stadt. Gerade rund um den Boxhagener Platz ist der Markt seit Jahren extrem angespannt. Nach Einschätzung des Bezirks werden dort inzwischen regelmäßig Mieten von über 20 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, in einigen Fällen sogar deutlich mehr.
Ein Treiber dieser Entwicklung, so der Bezirk, sei das möblierte Wohnen auf Zeit. Und tatsächlich lässt sich bei befristeten, möblierten Mietverhältnissen die Mietpreisbremse vergleichsweise leicht umgehen: Denn die jeweilige Miethöhe orientiert sich dann nicht nur am Mietspiegel, sondern auch am Wert der Wohnungsausstattung – und der ist immer individuell und daher schwer nachvollziehbar. Manche Anbieter nutzen dieses „Schlupfloch“ gezielt aus und treiben die Mieten dadurch in immer neue Höhen.
Streit um Berlins Mieten eskaliert
„Möblierte Wohnungen zu Mondpreisen“ – Friedrichshain-Kreuzberg attackiert Vermieter
Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg geht hart gegen möblierte Vermietungen vor – warum das die Wohnungskrise nicht lösen wird: eine Analyse.
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Blick auf die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Einst gab es an der Magistrale viele günstige Wohnungen. Doch das Geschäft mit dem möblierten Wohnen auf Zeit treibt die Preise nach oben.
© dpa
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