Nach der Abwahl des hauptamtlichen Bürgermeisters und Amtsdirektors von Stahnsdorf, Horst Muhsold, stehen die ersten neuen Bewerber für den Doppel-Posten fest. Die FDP-Fraktion im Stadtparlament schlug Donald Leske, Ex-Amtsdirektor von Emster-Havel, vor. Zudem bewirbt sich der Jurist Dietmar Otto von der Bürgerbund-Fraktion. Ex-Bürgermeister Muhsold (60) war Inkompetenz und Führungsschwäche innerhalb der Verwaltung vorgeworfen worden. Die Gemeinde ist mit fast 100 Millionen Mark verschuldet.CDU-Fraktionschef Gerhard Enser sieht mit der Abwahl Muhsolds eine Chance für einen Neubeginn in Stahnsdorf."Wir wollen aber vorher prüfen, ob wir die bisherige Amtsform beibehalten", sagte er. Bisher war der Bürgermeister von Stahnsdorf automatisch auch Amtsdirektor. Dadurch fühlten sich die kleineren Gemeinden Güterfelde, Sputendorf und Schenkenhorst innerhalb des Amtes oft unzureichend vertreten. Ein ehrenamtlicher Verwaltungschef für Stahnsdorf reiche vollkommen aus, sagte Enser. Der Amtsdirektor dagegen müsse ein "Verwaltungsprofi" sein."Laut Gesetz müssen wir innerhalb von drei Monaten Neuwahlen durchführen", sagte Hauptamtsleiter Dietmar Heyne, der vorläufig die Geschäfte übernommen hat. Ende Mai oder Anfang Juni könnten die Stahnsdorfer also über einen neuen Bürgermeister abstimmen. (jus.)
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