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Cottbus

Brandbrief: Polizei ermittelt nach rechten Vorfällen an Brandenburger Schule

Hitlergruß, rechte Parolen und Hakenkreuze auf Schulmobiliar: Lehrkräfte einer Schule im Spree-Neiße-Kreis schlagen Alarm. Ein Politiker nennt die Berichte schockierend.

Team News dpa
2 Min
Ein Streifenwagen der Polizei fährt mit Blaulicht zu einer Einsatzstelle. 

Ein Streifenwagen der Polizei fährt mit Blaulicht zu einer Einsatzstelle. 

© Carsten Rehder/dpa

Der Polizei liegt der Brief vor. „Die Kriminalpolizei ermittelt zu möglicherweise strafrechtlich relevanten Sachverhalten“, sagte Polizeisprecher Maik Kettlitz der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Rechtsextremismus: Lehrkräfte und Schüler fürchten um ihre Sicherheit

In dem „Brandbrief“ zeichnen die Lehrkräfte, die das Schreiben nicht namentlich unterschrieben haben, ein düsteres Bild vom Geschehen an ihrer Schule. Als Beispiele nennt die Lehrerschaft unter anderem die verfassungsfeindliche Verbreitung von rechtsextremen Symbolen, Schriften, Musiktiteln und Gewalt an der Schule. Schulmobiliar werde mit Hakenkreuzen beschmiert, im Unterricht werde rechtsextreme Musik gehört, in den Schulfluren demokratiefeindliche Parolen gerufen. Auch der Hitlergruß soll gezeigt worden sein. 

„Lehrkräfte und Schüler, die offen gegen rechtsorientierte Schüler- und Elternhäuser agieren, fürchten um ihre Sicherheit“, heißt es weiter. Die wenigen ausländischen und toleranten Schüler erlebten Ausgrenzung, Mobbing und Gewaltandrohungen. Es herrsche ein Gefühl der Machtlosigkeit und der erzwungenen Schweigsamkeit.

Der designierte Brandenburger Bildungsminister, Staatssektretär Steffen Freiberg, sagte am Dienstag bei einer Pressekonferenz, man sei mit der Schulleitung in Kontakt und versuche zu klären, was vorgefallen ist. Die Berichte nannte er schockierend.

Die Lehrkräfte fordern die Politik auf, mehr Sozialarbeiter an den Schulen einzustellen, mehr demokratiefreundliche Projekte zu fördern, ein niedrigschwelligeres Fortbildungsangebot für Lehrkräfte zu ermöglichen und eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rechtsextremismus, Homophobie und Sexismus zu zeigen.

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