Mediendebatte

Wie viel DDR darf in die „Tagesschau“? Eklat um Berichterstattung über Mokka-Eisbar

Die Mokka-Milch-Eisbar landet in der „Tagesschau“ – und löst einen Streit zwischen Ex-ARD-Chef Rainald Becker und Chefredakteurin Juliane Leopold aus. Wer hat recht?

3 Min
Die wiedereröffnete Mokka-Milch-Eisbar im Sonnenlicht: Ist sie wichtig genug für die „Tagesschau“?

Die wiedereröffnete Mokka-Milch-Eisbar im Sonnenlicht: Ist sie wichtig genug für die „Tagesschau“?

© Emmanuele Contini/Berliner Zeitung

Eine Eisbar in Berlin-Mitte hat einen der bekanntesten ARD-Journalisten Deutschlands auf die Palme gebracht.

Als die „Tagesschau“ über die Wiedereröffnung der Mokka-Milch-Eisbar auf der Karl-Marx-Allee berichtete – jenes DDR-Kultlokals, das nach jahrelanger Pause als „mokka*milch“ neu gestartet war und am ersten Tag 800 Gäste anzog –, reagierte Rainald Becker mit öffentlicher Kritik. Der frühere ARD-Chefredakteur, 40 Jahre für ARD und SWR tätig, stellte auf LinkedIn die Frage, die sich offenbar viele stellten, aber nicht aussprachen: Was hat eine Ost-Berliner Eisbar im „Flaggschiff der deutschsprachigen Nachrichtensendungen“ zu suchen?

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