Nach knapp zweiwöchiger Schließung öffnet die Mokka-Milch-Eisbar an diesem Freitag wieder ihre Türen. Die Betreiber hatten die Pause mit technischen Problemen begründet und wollten in der Zwischenzeit interne Abläufe verbessern.
„Wir freuen uns sehr“, teilte Betreiberin Natacha Neumann mit, die das Lokal an der Karl-Marx-Allee gemeinsam mit ihrem Ehemann Alexander führt. Das Paar hatte das Café, Restaurant und Bar Ende Mai als Nachfolger der einstigen Mokka-Milch-Eisbar eröffnet.
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Zur Wiedereröffnung Ende Mai waren nach Angaben der Betreiber Hunderte Menschen in den denkmalgeschützten Pavillon in Berlin-Mitte gekommen. Unter den Gästen war auch der Sänger Thomas Natschinski, der dem Lokal mit seiner Band 1969 den Schlager „In der Mokka-Milch-Eisbar“ gewidmet hatte. Nur wenige Tage nach dem Neustart musste die Bar jedoch wieder schließen. Während der Pause sollten „Abläufe und Prozesse“ verbessert werden, wie die Betreiber mitteilten.
Das Café war Anfang der 1960er Jahre als Teil des zweiten Bauabschnitts der Karl-Marx-Allee errichtet worden. Markant sind die großen Glasfenster und die gelb gekachelte Fassade. Besonders in den 1980er Jahren war das Lokal mit angeschlossener Diskothek ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche in Ost-Berlin. Nach dem Fall der Mauer wurde der Betrieb eingestellt. Von 1993 bis 2019 nutzte das Restaurant „Alberts“ mit dem Nachtclub „A-Lounge“ das Gebäude.
Vor der Wiedereröffnung wurde das Haus nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert, unter anderem an Fassade, Galeriegeländer und Lüftungstechnik. „Man sieht, dass da einiges gelungen ist“, sagte der Leiter des Landesdenkmalamts, Christoph Rauhut. Für die Karl-Marx-Allee, die mit 1,8 Kilometern als längstes Baudenkmal Deutschlands gilt, sei die Wiedereröffnung ein wichtiger Schritt.
Neben Speisen, Mokka und Eis planen die Neumanns nach eigenen Angaben auch Veranstaltungen wie Pilates-Kurse und Mal-Abende. Im oberen Bereich des Gebäudes soll ein Coworking-Bereich mit Meetingräumen entstehen. Mit dem benachbarten, Anfang des Jahres nach 18-monatiger Sanierung wiedereröffneten Kino International stünden sie im Austausch über mögliche Kooperationen.
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