Im April erst veröffentlichte Monika Maron mit „Immer noch freundlich, aber kaum noch geduldig“ ihre Tagebücher der Jahre 1980 bis 2021, die zeigen, dass diese Schriftstellerin nie unpolitisch handeln wollte. Jetzt ist ein neuer Roman erschienen, „Vier Minuten“, dessen Heldin wie eine jüngere Schwester von Marons Frauenfiguren aus Romanen wie „Animal triste“ und „Ach Glück“ wirkt. Nach einer Nahtoderfahrung ist ihr Leben verrutscht. Man kann das Buch als Gleichnis auf die Verunsicherung der Gegenwart lesen. Wir treffen die Autorin in ihrer Wohnung in Berlin-Schöneberg, die Hündin Bonnie Propeller liegt auf dem Sessel am Fenster und schläft.
Zeitzeugenschaft
Monika Maron über die AfD: „Wenn man keine Opposition duldet, finde ich das nicht demokratisch“
In ihrem neuen Roman „Vier Minuten“ sieht Monika Maron die Stärke der AfD schon voraus. Ein Gespräch über den Groll im Osten und das Erbe der DDR.
11 Min
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Monika Maron bei einer Matinee des Brandenburgischen Literaturbüros in Potsdam
© Eberhard Thonfeld/Imago
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