Die Stadtverordnetenversammlung sei noch nie so gut besucht gewesen wie heute, sagt Manuela Steyer. Es ist ein Montag Anfang Juni, Steyer ist die Bürgermeisterin von Teupitz, einer Stadt in Brandenburg, 40 Kilometer südlich von Berlin. Auf der Tagesordnung stehen die Pläne der Firma Energiequelle, Windräder in den Wald zwischen Teupitz, Halbe und Freidorf zu stellen.
Die Anlagen sind fast 270 Meter hoch, zehnmal höher als die Kiefern des Waldes, die neueste Generation von Windrädern, die bisher nur Offshore gebaut werden. 74 Stück sollen es werden, so viele wie in keinem anderen Wald in Deutschland. Das Gebiet befindet sich mitten im Naturpark Dahme-Heideseen, einem Landschaftsschutzgebiet mit Seen, Quellen, Fließen, wo Rotmilane, Seeadler und Kraniche leben.
Report
Monster-Windräder mitten im Schutzgebiet: Als herrsche in Brandenburgs Wäldern Rechtlosigkeit
In Teupitz soll ein gigantischer Windpark im Wald entstehen. Wie ist das möglich? Ein Bericht über Drückerkolonnen in Brandenburg und die unheimliche Rolle von KI.
Jens Blankennagel
Lukas Kuite
Anja Reich
20 Min
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Geplante Windräder bei Teupitz: zehnmal so hoch wie die Kiefern des Waldes
© Fotoillustration: Uroš Pajović/Berliner Zeitung am Wochenende. Fotos: Thomas Meyer/Ostkreuz (Landschaft); Nagy Arnold/Unsplash (Windrad)
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