„Normalerweise nehmen Nachbarn irgendetwas wahr“, sagt der Mann, der seine Aussage vor Gericht macht. Einen Fremden etwa, der nicht ins Haus gehört, ein Geräusch, das in Erinnerung bleibt. Doch bei diesem Mordfall, um den es seit 17 Monaten vor dem Berliner Landgericht geht und der keineswegs lautlos vonstatten gegangen sein kann, hörte oder sah offenbar niemand im Haus etwas. An einem Sonnabend im Februar 2020. Mitten am Tage. In der achten Etage eines Elfgeschossers in Marzahn. In einem Haus, in dem Bewohner mitbekommen, wenn der Nachbar die Gardine zuzieht. „Wir können uns das nicht erklären. Es ist zumindest – bemerkenswert“, sagt der Zeuge.
Prozess in Berlin
Mord an Mutter und Tochter: Ermittler sicher, dass der Angeklagte der Täter ist
Seit 17 Monaten steht ein Nachbar der Opfer wegen Mordes vor dem Berliner Landgericht. Er bestreitet die Tat – und fraglich ist auch das Motiv des Mannes.
8 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Tajala und Homa Zaher starben vor fast zwei Jahren. Ihr mutmaßlicher Mörder steht derzeit vor Gericht.
© Privat
Werden Sie Teil des Ostablishments.
Sie haben bereits ein O+ Abo?
*