Ein mutmaßliches Tötungsdelikt hat am Pfingstsonntag die Anwohner der Hilbertstraße in Lichtenrade erschüttert. Gegen 16 Uhr wurde die Feuerwehr wegen einer „bewusstlosen Person in Wohnung“ alarmiert. Vor Ort bestätigte sich der Einsatzgrund. In einer Wohnung im ersten Stock eines dreigeschossigen Wohnhauses fanden Rettungskräfte eine bewusstlose Frau. Eine sofort eingeleitete Reanimation blieb jedoch ohne Erfolg.
Laut Anwohnern erfolgte die Alarmierung unter anderem über das sogenannte „KatRetter“-System.
Verdacht auf Mord
Aufgrund erster Spuren und der Auffindesituation der Leiche bestand der Verdacht auf ein Kapitalverbrechen. Daher wurden die bereits vor Ort befindlichen Polizeikräfte durch Kriminalpolizei und Mordkommission ergänzt. Kriminaltechniker sicherten bis kurz vor Mitternacht Beweismittel.
Unklar ist bislang, was sich in den Stunden vor der Alarmierung in der Wohnung abgespielt hat. Fest steht bisher: Bekannte der 69 Jahre alten Frau hatten sich Sorgen gemacht, nachdem sie nicht zu einer Verabredung erschienen war. In der Wohnung fanden sie die Frau leblos auf dem Boden liegend sowie ihren 84 Jahre alten Ehemann. Er soll gehbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen sein. Polizisten nahmen den Mann mit. Mittlerweile sitzt der Rentner nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.
Hintergründe der Tat unklar
Aus Ermittlerkreisen heißt es, bei der Leiche sei eine Schussverletzung im Oberkörper festgestellt worden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.
Schüsse in Neukölln: Unbekannte zielen auf Bäckerei am Kottbusser Damm
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]