Iran

Mossad, Militär und die verpasste Chance: Israels Ex-Sicherheitsberater zieht Iran-Bilanz

Israel und die USA haben die Spitze der Islamischen Republik ausgelöscht, gestürzt ist das System jedoch nicht. Wie sich die Verbündeten verkalkulierten.

6 Min
Angehörige der Revolutionsgarden bei einer Parade in Teheran

Angehörige der Revolutionsgarden bei einer Parade in Teheran

© Vahid Salemi

Die Schlagkraft des israelischen Geheimdienstes und der israelischen Armee ist enorm. Kaum ein Ziel in Teheran scheint unerreichbar, sei es der Oberste Führer in seinem Versteck oder die gesamte Spitze der Revolutionsgarden. Mehr als vierzig Führungsfiguren wurden in wenigen Tagen eliminiert. Doch während Israels Militär und Mossad gegnerische Strukturen binnen Tagen zerschlagen können, schaffen sie damit noch lange keine neue politische Ordnung.

„Es gab so etwas wie einen Machtwechsel, nur keinen echten“, sagt Chuck Freilich, langjähriger Vize-Sicherheitsberater Israels, dieser Zeitung. „Die Revolutionsgarden haben übernommen, und die sind noch härter als ihre Vorgänger, falls das überhaupt möglich ist.“ Chuck Freilich steckte über zwei Jahrzehnte tief im israelischen Sicherheitsapparat, erst als Analyst im Verteidigungsministerium, dann im Nationalen Sicherheitsrat.

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