Museumsbau

Museum Berlin Modern: Wasserschaden verzögert Eröffnung bis 2030

Ein Feuchteschaden im Rohbau wirft das Prestigeprojekt am Kulturforum weiter zurück. Die Kosten haben sich inzwischen mehr als verdoppelt.

2 Min
Die Gesamtkosten für das Bauprojekt sind nach Angaben der SPK zuletzt mit 507 Millionen Euro prognostiziert worden.

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt sind nach Angaben der SPK zuletzt mit 507 Millionen Euro prognostiziert worden.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Wasserschäden im Rohbau verzögern die Fertigstellung des neuen Museums Berlin Modern in der Hauptstadt um weitere Monate. Statt 2029 soll der Erweiterungsbau der Neuen Nationalgalerie nun erst 2030 eröffnet werden.

Nach erster Schätzung führe der Feuchteschaden in Teilen des Rohbaus zu einer „Verschiebung der Fertigstellung um etwa acht Monate in das Jahr 2030“, teilte eine Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit. Zuvor hatte der rbb über die Verzögerung berichtet.

„Es wurden alle verfügbaren Maßnahmen zu einer möglichst raschen Schadensbeseitigung ergriffen, und es musste kein Baustopp eingelegt werden“, erklärte die Sprecherin weiter. Die Stiftung plane, das Haus bereits vor der offiziellen Eröffnung mit Kunst zu bespielen.

Kosten haben sich mehr als verdoppelt

Das Museum entsteht in der Nähe des Potsdamer Platzes zwischen Neuer Nationalgalerie und Philharmonie. Der Neubau soll die Neue Nationalgalerie erweitern, die in ihren bestehenden Räumen nur einen Teil ihrer Sammlung zeigen kann. Künftig sollen dort die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch, die Sammlung Marx sowie Bestände der Kunstbibliothek und des Kupferstichkabinetts präsentiert werden.

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt sind nach Angaben der SPK zuletzt mit 507 Millionen Euro prognostiziert worden. Anfangs war mit rund 200 Millionen Euro geplant worden.

Lange Vorgeschichte des Bauprojekts

Gebaut wird das Museum nach Plänen des Schweizer Architekturbüros Herzog & de Meuron, das auch die Hamburger Elbphilharmonie entworfen hat. Beim ersten Spatenstich im Dezember 2019 war noch eine Fertigstellung im Jahr 2026 angepeilt worden. Der Grundstein wurde im Februar 2024 gelegt.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Beim Richtfest im Oktober 2025, das gemeinsam mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, SPK-Präsidentin Marion Ackermann, dem Direktor der Neuen Nationalgalerie Klaus Biesenbach sowie Architekt Jacques Herzog gefeiert wurde, war man von einer Fertigstellung im Jahr 2029 ausgegangen.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner