Mit dem Ende des Winters startet auch in diesem Jahr wieder die Wanderung der Amphibien zu ihren Laichgewässern. Wie der Naturschutzbund (Nabu) Mecklenburg-Vorpommern erklärte, machen sich Kröten, Molche und andere Arten allmählich aus ihren Winterquartieren auf den Weg, sobald die Temperaturen nachts mehrere Tage in Folge über fünf Grad liegen. Ziel der Tiere sind die Gewässer, in denen sie selbst einst geschlüpft sind. Dort soll eine neue Generation das Licht der Welt erblicken.
Doch ihre Reise birgt Gefahren. „Dabei müssen die Tiere auch Straßen queren, die ihren Lebensraum zerschneiden, sodass leider jedes Jahr Tausende Amphibien getötet werden“, so Manuela Heberer, Sprecherin des Landesverbands. Besonders in der Dämmerung, wenn die Aktivität der Amphibien am stärksten ist, appelliert der Nabu an Autofahrer, vorsichtig zu fahren und an gekennzeichneten Wanderstrecken das Tempo auf maximal 30 Stundenkilometer zu reduzieren. Die Tiere könnten nicht nur unter die Räder kommen. Wie Heberer erklärt, können hohe Geschwindigkeiten zu einem hohen Luftdruck führen, der die inneren Organe der Amphibien platzen lässt oder sie durch den Mund nach außen stülpt. „Die Tiere sterben dabei auf qualvolle Weise“, betont sie.
Eine umsichtige Fahrweise sei auch wegen der Helfer angebracht, die sich in den kommenden Wochen um den Schutz der wandernden Amphibien kümmern. Sie errichten Amphibienschutzzäune, kontrollieren diese regelmäßig, zählen die Tiere und tragen sie sicher über die Straße. Deshalb rät der Nabu, in Gebieten mit bekannten Wanderstrecken auch auf diese freiwilligen Helfer zu achten.
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