Aktivismus

Nach Blockade durch Letzte Generation: Flughafen BER fordert Schadensersatz

Vor zwei Jahren blockierten Aktivisten den Berliner Flughafen. Nun sollen sie für die entstandenen Schäden aufkommen.

Eva Maria Braungart Team News epd/Eva Maria Braungart
2 Min
Klimaaktivisten blockierten auch im August dieses Jahres den BER.

Klimaaktivisten blockierten auch im August dieses Jahres den BER.

© Marius Bulling/dpa

Der Berliner Flughafen BER hat rund 33.000 Euro Schadenersatz für die Folgen einer Protestaktion von Klimaschützern der Letzten Generation gefordert. Eine Flughafensprecherin bestätigte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst, dass eine entsprechende Klage Anfang der Woche beim Landgericht Cottbus eingereicht worden sei. 

Bei dem Großteil der Summe gehe es um entgangene Entgelte für Starts und Landungen im Zusammenhang mit einer Blockadeaktion der Gruppe Letzte Generation am 24. November 2022, sagte die Flughafensprecherin.

Die Forderung beinhalte Kosten, die dem Flughafen zur Wiederherstellung des Flugbetriebs entstanden seien, sowie entgangene Erlöse durch ausgefallene Flugbewegungen. Dazu gehörten auch Kosten für Reparaturarbeiten am Flughafenzaun und für den Einsatz der Flughafenfeuerwehr. Die Schadenersatzforderung richte sich gegen sechs Personen.

Letzte Generation will weiter Flughäfen blockieren

Klimaaktivisten waren den Angaben zufolge an dem Tag in den BER-Luftsicherheitsbereich eingedrungen. Der Flugbetrieb habe daraufhin für rund 90 Minuten unterbrochen werden müssen, hieß es. Mehrere Tausend Passagiere von insgesamt 40 Flügen seien betroffen gewesen.

„Durch die Blockade waren der Betrieb und die Nutzung des Flughafens erheblich gestört“, sagte die Flughafensprecherin. Die Flughafengesellschaft zeige mit ihrer Klage, „dass sie solche Blockaden null toleriert und sich die Täter auch gegenüber dem Flughafen verantworten müssen“. Bei drei weiteren Protestaktionen sei der Flugbetrieb nicht gestört gewesen.

Die Letzte Generation blockierte im Jahr 2022 nicht zum letzten Mal den Flughafen BER. Vor zwei Wochen drangen Aktivisten auf das Gelände ein und klebten sich fest. Die Polizei ermittelt nun wegen der Sachbeschädigung am Zaun, Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz.

Nicht nur wegen der Blockade am BER drohen hohe Schadensersatzzahlungen. Die Lufthansa hatte nach früheren Besetzungen der Rollfelder von drei Flughäfen insgesamt 740.000 Euro Schadensersatz gefordert. Die Aktivisten hatten zuletzt angekündigt, ihre Blockadeaktionen auf Flughäfen zu fokussieren. 

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