Musikbranche

Brandbrief von Nina Chuba und Toten Hosen: Justizministerin nimmt Ticketmafia ins Visier

Profis kaufen mit Tricks den Ticketmarkt leer – um die Karten dann zu Mondpreisen weiterzuvertreiben. Prominente Musiker haben das nun satt. Jetzt schreitet auch Stefanie Hubig ein.

3 Min
Stefanie Hubig (SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, auf einer Pressekonferenz

Stefanie Hubig (SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, auf einer Pressekonferenz

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Ein Ticket für die deutsche Rockband AnnenMayKantereit kann schon mal 2000 Euro kosten. Offiziell laut Veranstalter zwar nicht, aber auf dem Ticket-Schwarzmarkt schon. Dort explodieren die Preise regelrecht.

Bis zu 250 Prozent Preissteigerung im Vergleich zum Originalverkaufspreis sind auf Online-Zweitmarkt-Portalen keine Seltenheit, sondern schon fast der Standard. Sehr zum Leidwesen vieler Fans, die sich solche Karten oft gar nicht mehr leisten können.

Prominente deutsche Musiker wollen das nicht länger hinnehmen. In einem offenen Brandbrief wandten sich unter anderem Die Ärzte, Die Toten Hosen, Nina Chuba und Deichkind an die deutsche Politik: Die soll den Wucher unterbinden – und rechtlich verhindern, dass Konzerttickets weiter als Spekulationsobjekte herhalten müssen.

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*