Sicherheitspolitik

Nach dem Berliner Anschlag: Ist Deutschland überhaupt noch sicher?

Sicherheit ist die erste Pflicht des Staates. Doch Terrorgefahr im Inneren und Zweifel an der Wehrfähigkeit im Äußeren wachsen.

10 Min
Polizisten in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau. Hier wurde der Attentäter bei einem Einsatz erschossen.

Polizisten in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau. Hier wurde der Attentäter bei einem Einsatz erschossen.

© Michael Kappeler/dpa

Wir wollen alle in Sicherheit leben. Dieses Bedürfnis, das es seit Beginn der Menschheitsgeschichte gibt, schien für uns lange in Deutschland ein verlässlicher Normalzustand zu sein. Wir konnten uns darauf verlassen, dass der Staat bei innerer Bedrohung durchgriff und Polizei und Gesetze einsetzte.

Spätestens angesichts des jüngsten Anschlages in Berlin stellt sich die Frage: Können wir heute immer noch davon ausgehen, dass unser Staat unsere Unversehrtheit und unsere Sicherheit garantiert? Allein für 2025 registrierte das Bundeskriminalamt 85.837 politisch motivierte Straftaten und 4156 politische Gewaltdelikte – Deutschland schrieb damit einen alarmierenden Höchststand. Nach Informationen der Berliner Zeitung kann es wahrscheinlich in diesem Jahr wieder zu einem traurigen Rekord von gewalttätigen Taten kommen.

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