Ein Großbrand auf einem abgestellten Güterzug im Magdeburger Stadtteil Sudenburg hat am Montagabend erhebliche Schäden verursacht und den Bahnverkehr in der Region massiv gestört. Wie Feuerwehr und Polizei mitteilten, brannten 13 Neuwagen auf dem Zug vollständig aus. Der Sachschaden wird auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar, Ermittler sollen den Vorfall noch untersuchen.
Neben den zerstörten Fahrzeugen wurden auch Waggons und Teile der Bahninfrastruktur, darunter Oberleitungen, beschädigt. Die Strecke zwischen Magdeburg und Braunschweig war in der Nacht zunächst vollständig gesperrt. Zwar konnte ein Gleis inzwischen wieder freigegeben werden, doch der Fernverkehr ist weiterhin stark eingeschränkt.
Laut der Deutschen Bahn sind mehrere Intercity-Verbindungen betroffen. Die betroffenen Strecken gehören zu wichtigen Verkehrsachsen, die Ost- und Westdeutschland verbinden. Der Fernverkehr in dem Abschnitt ist den Angaben Bahn zufolge ausgesetzt: IC-Züge werden umgeleitet oder fallen aus. Auf der IC_linie 55 kommt es zwischen Dresden, Leipzig, Halle, Köthen, Magdeburg, Braunschweig, Hannover sowie bis Dortmund zu Ausfällen. IC-Linie 56 wird über Wolfsburg umgeleitet, somit erfolgt kein Halt in Braunschweig und Helmstadt. Regionalzüge verkehren zwar, jedoch mit möglichen Verspätungen. Wie lange die Störungen andauern werden, bleibt unklar.
Warnung wegen Rauchentwicklung
Die Integrierte Leitstelle Magdeburg gab am Montagabend eine Gefahrenmeldung heraus und riet Anwohnern in den angrenzenden Stadtteilen Stadtfeld Ost und West, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegen 23 Uhr konnte die Warnung aufgehoben werden, nachdem die Rauchentwicklung zurückging. Straßensperrungen in der Umgebung wurden ebenfalls aufgehoben.
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