US-Präsident Donald Trump hat eine erste positive Bilanz nach der Einführung von hohen Zollen auf Exporte anderer Länder in die USA gezogen. In seinem Onlinedienst Truth Social behauptete Trump mit Bezug auf die ersten Folgen der Zollerhöhungen: „Die Ölpreise sind gesunken, die Zinssätze sind gesunken (die träge Fed sollte die Zinsen senken!), die Lebensmittelpreise sind gesunken, es gibt KEINE INFLATION, und die seit langem missbrauchten USA nehmen wöchentlich Milliarden von Dollar von den missbrauchenden Ländern über bereits bestehende Zölle ein.“
Der amerikanische Präsident hatte in der vergangenen Woche neue Zölle für Handelspartner weltweit verhängt. Importe aus der Europäischen Union werden demnach mit Aufschlägen von 20 Prozent belegt, für andere Länder, etwa China, fallen sie teils noch deutlich höher aus. Als „Mindestsatz“ für alle Länder nannte der US-Präsident zehn Prozent.
Trumps Zollpolitik: Börsenkurse weltweit im Sinkflug
Mit Blick auf die nun mit Zöllen belegten Länder schrieb Trump weiter: „Sie haben jahrzehntelang genug verdient, indem sie die guten alten USA ausgenutzt haben! Unsere früheren ‚Führer‘ sind schuld daran, dass dies und so vieles andere mit unserem Land geschehen konnte.“
Die Zollerhebungen führten am Montag zu Börsenstart in vielen Ländern zu erheblichen Kurseinbrüchen. In Asien fiel der Crash am Montag besonders stark aus, weil die von China angekündigte harte Reaktion auf die Zölle mit eigenen Gegenzöllen am Freitag erst nach Börsenschluss publik geworden war. Auch startete der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von zehn Prozent in den Tag. Die Handelsminister der EU beraten derweil am Montag in Luxemburg über eine gemeinsame Strategie, um Trump bei den Zöllen zum Umdenken zu bewegen.
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