Das Pentagon in den USA hat im Zusammenhang mit den Enthüllungen um einen Besuch von Elon Musk eine Untersuchung eingeleitet, die auch Lügendetektortests umfasst. Einem Bericht der New York Times zufolge sollte der Verbündete des US-Präsidenten Donald Trump am vergangenen Freitag an einem Briefing des Verteidigungsministeriums über Pläne für einen möglichen Krieg der USA mit China teilnehmen. Musk und Trump hatten zwar das geplante Treffen bestätigt – beide bestritten jedoch, dass ein solcher Plan bei der Sitzung erörtert werden sollte.
Laut einer auf der Website des Pentagons veröffentlichten Mitteilung werden im Rahmen der Untersuchung der „jüngsten unbefugten Offenlegung von Informationen zur nationalen Sicherheit“ Lügendetektoren eingesetzt. „Der Einsatz von Lügendetektoren bei der Durchführung dieser Untersuchung erfolgt in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Richtlinien“, schreibt der Stabschef des US-Verteidigungsministeriums Joe Kasper. „Diese Untersuchung wird unverzüglich eingeleitet und mit einem Bericht an den Verteidigungsminister abgeschlossen.“ Kasper warnt außerdem, dass jeder, der für eine „unbefugte Weitergabe“ verantwortlich gemacht wird, strafrechtlich verfolgt werden könnte.
Wie amerikanische Medien berichten, ist das Verteidigungsministerium nicht die erste Regierungsbehörde unter Trump, die angekündigt hat, ihre Mitarbeiter einem Lügendetektortest zu unterziehen. Die Ministerin für Innere Sicherheit, Kristi Noem, sagte Anfang des Monats, dass ihr Ministerium dies ebenfalls im Zusammenhang mit den Medienenthüllungen tun werde.
Briefing über Pläne für Krieg mit China? Elon Musk droht Pentagon-Mitarbeitern
Musk zu Pentagon-Berichten: „Es ist nicht mein erstes Mal im Gebäude“
Dem Bericht der New York Times zufolge sollte das Briefing im Pentagon auch taktische Pläne der Marine sowie Zielvorgaben beinhalten. Auch das Wall Street Journal und die Washington Post berichteten, Musk solle über die China-Pläne unterrichtet werden.
Trump bezeichnete die Berichte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social als „vollkommen unwahr“. Musk werde „zu nichts mit China“ unterrichtet, schrieb er zudem in dem Post, der mit Beschimpfungen unliebsamer Medien gespickt war.
Trump erklärte, China werde bei Musks Besuch im Pentagon „nicht einmal erwähnt oder diskutiert“. Musk selbst schrieb in seinem Onlinedienst X, der Bericht der New York Times sei „reine Propaganda“. Später fügte er in einem weiteren Post an, er sei in den vergangenen Jahren schon „viele Male“ im Verteidigungsministerium gewesen: „Es ist nicht mein erstes Mal im Gebäude.“
Amerikas Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte den Besuch Musks im Pentagon, erklärte aber, es handle sich um ein „informelles Treffen“ mit ihm, bei dem es um Innovation und Effizienz gehen werde – nicht etwa um „streng geheime Kriegspläne zu China“. (mit AFP)
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