Ukraine

Nach Operation „Spinnennetz“: Ukrainischer Geheimdienst kündigt „neue Überraschungen“ an

Der ukrainische Geheimdienst will „den Feind auch dort treffen, wo er sich für unerreichbar hält“. Dafür sind offenbar neue Operationen geplant.

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Nach der Operation Spinnennetz plant der ukrainische Geheimdienst offenbar weitere Operationen.

Nach der Operation Spinnennetz plant der ukrainische Geheimdienst offenbar weitere Operationen.

© UPI Photo/imago

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach der Operation Spinnennetz „neue Überraschungen“ angekündigt. „Der SBU schlägt zu und wird den Feind auch dort treffen, wo er sich für unerreichbar hält“, teilte der Leiter der Behörde, Wassyl Maljuk, in einer Erklärung mit. „Wir arbeiten daran, ihn mit neuen Überraschungen zu konfrontieren. Nicht weniger schmerzhaft als die Operation ‚Netz‘.“

Zusätzlich veröffentlichte der SBU ein Video der Operation Spinnennetz, bei der am 1. Juni mehrere russische Flugzeuge durch ukrainische Drohnen beschädigt wurden. Das Video zeigt demnach, wie der Einsatz vorbereitet und durchgeführt wurde. „Diese Sonderoperation war eine Reaktion auf massive Raketenangriffe auf ukrainische Städte, Krankenhäuser und Energieinfrastruktur“, heißt es in der Erklärung.

SBU-Leiter Maljuk: Militärflugplätze und Flugzeuge „legitime Ziele“

„In Übereinstimmung mit den Gesetzen und Gebräuchen des Krieges haben wir absolut legitime Ziele ermittelt – Militärflugplätze und Flugzeuge, die unsere friedlichen Städte bombardieren. Wir sind also dabei, die Russische Föderation zu entmilitarisieren“, sagte Maljuk weiter.

Laut der Ukraine wurden bei der Operation 41 Flugzeugeinheiten auf vier Militärflugplätzen getroffen. Der finanzielle Schaden soll 7 Milliarden US-Dollar übersteigen. Das russische Außenministerium hatte einige Tage nach dem Angriff mitgeteilt, die Bomber seien entgegen ukrainischer Angaben und US-amerikanischer Einschätzungen nicht zerstört, sondern nur beschädigt worden. „Sie werden repariert“, sagte der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow demnach.

Russland hatte als Antwort auf die Operation Spinnennetz zudem massive Drohnenangriffe durchgeführt, unter anderem auf Kiew, bei denen mehrere Menschen starben. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuvor angekündigt, eine Reaktion auf die Angriffe auf russische Bomber  werde erfolgen, „wie und wann“ es „unser Militär für angemessen hält“.

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