Nach Philharmonie-Brand schreibt Senat Arbeiten aus

Nur kaputte Dachflächen werden erneuert

Uwe Aulich
2 Min

TIERGARTEN. Drei Monate nach dem Großbrand auf dem Dach der Philharmonie steht fest, wie die zeltartige Aluminium-Konstruktion saniert wird: Gutachter und Denkmalpfleger haben gemeinsam mit der Philharmonie und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entschieden, dass nicht das komplette Dach erneuert werden muss, sondern nur die durch den Brand zerstörten Teile. "In diesen Tagen veröffentlichen wir eine Ausschreibung zur Dachsanierung", sagte gestern Manuela Damianakis, Sprecherin der Senatsverwaltung.Bei dem Großbrand am 20. Mai war ein Viertel der Dachfläche zerstört worden. Der Schwelbrand war bei Schweißarbeiten einer Dachdeckerfirma in fast 50 Meter Höhe ausgebrochen. Der weltberühmte Konzertsaal blieb fast unbeschädigt. Die Philharmoniker mussten dennoch vorübergehend auf andere Standorte ausweichen, bis das Dach provisorisch abgedichtet war.Noch in diesem Jahr soll laut Damianakis die nördliche Dachfläche auf 950 Quadratmetern saniert werden. Auf der Südseite (400 Quadratmeter) könnten die Arbeiten erst in der Sommerpause 2009 erfolgen, da sonst der Spielbetrieb der Philharmoniker gestört würde. Denn dort befinden sich die Intendanz sowie Bereiche für die Musiker. In der Philharmonie selbst wurden die regulären Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen, sagt Yorck Koch, Leiter der Veranstaltungstechnik. Unter anderem wurde in den Saal eine Anlage eingebaut, auf der Zuhörer etwa bei Opern den Text mitlesen können. Die Konzertsaison beginnt am 29. August.

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