Analyse

Doktortitel nach Plagiatsaffäre aberkannt: Mario Voigt zieht die CDU immer tiefer in die Krise

Die TU Chemnitz hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) den Doktortitel wegen eines Plagiatsvorwurfs schlussendlich aberkannt. Für die CDU ist der Schaden gewaltig.

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Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident von Thüringen, sitzt bei der Infrastrukturkonferenz Ostdeutschland in Lutherstadt Wittenberg auf der Bühne.

Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident von Thüringen, sitzt bei der Infrastrukturkonferenz Ostdeutschland in Lutherstadt Wittenberg auf der Bühne.

© David Hammersen/dpa

Es ist in unserem Land guter Brauch, dass den politischen Verantwortungsträgern eine Art Vorbildfunktion zukommt. Sie vertreten unser staatliches Herrschaftswesen, für das sie, aus ganz unterschiedlichen Motiven, von ihren Wählern Funktionen auf Zeit geliehen bekommen. Aus diesem ehrenden Grunde hat ein Politiker als öffentliche Person und Amtsträger eine besondere Vorbild- und Vertrauensfunktion. Von ihm wird erwartet, dass er Gesetze einhält, transparent handelt und mit der Wahrheit sorgfältig umgeht. Das gilt ganz besonders für hohe Ämter wie Ministerpräsident, Minister oder Bundeskanzler.

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