Nach seiner spektakulären Flucht aus einem Gefängnis im Norden Mexikos ist der Chef einer kriminellen Bande getötet worden. Ernesto Alberto Piñón de la Cruz, alias „El Neto“, sei bei einer Schießerei mit Sicherheitskräften in der Stadt Chihuahua schwer verwundet worden und kurz darauf seinen Verletzungen erlegen, teilte die Regierung des Bundesstaats Chihuahua am Donnerstag mit.
In seinem gepanzerten Wagen stellten die Ermittler acht Gewehre sicher. „El Neto“ war ein Anführer der Gang „Los Mexicles“, die dem mächtigen Sinaloa-Kartell als bewaffneter Arm dient.
„El Neto“ wurde 2010 zu 200 Jahren Haft verurteilt
Der Bandenchef war an Neujahr aus einem Gefängnis in Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA geflohen, als Mitglieder seiner Gang die Haftanstalt attackierten. Sie waren mit gepanzerten Fahrzeugen vorgefahren und hatten das Feuer eröffnet. Zehn Sicherheitskräfte und vier Häftlinge kamen bei der Attacke ums Leben, mindestens 13 weitere wurden verletzt. Mindestens 24 Häftlinge flohen den Angaben zufolge während der Kämpfe.
Mexiko: Drogenboss „El Neto“ auf der Flucht – weitere Tote bei Fahndung
In der Haftanstalt sitzen Mitglieder verschiedener krimineller Banden und Drogenkartelle in voneinander getrennten Zellenblöcken ein. Unter den Entflohenen ist auch der Drogenboss Ernesto Alfredo Piñón vom Juárez-Kartell. Der unter dem Namen „El Neto“ bekannte Verbrecher war 2010 wegen Mordes und Entführungen zu mehr als 200 Jahren Haft verurteilt worden.
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