WM 2026

Nach WM-Aus: Die Nationalmannschaft zerfällt am Flughafen in alle Richtungen

Kein gemeinsamer Rückflug, keine Antworten: Nach dem WM-Aus fliehen die DFB-Stars einzeln in den Urlaub. Während Südkorea sich stellt, meidet Deutschland die Debatte.

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Stiller Abgang: Der sonst so redselige Bundestrainer Julian Nagelsmann begab sich nach dem blamablem WM-Aus getrennt von der Mannschaft auf den Rückweg.

Stiller Abgang: Der sonst so redselige Bundestrainer Julian Nagelsmann begab sich nach dem blamablem WM-Aus getrennt von der Mannschaft auf den Rückweg.

© Markus Ulmer/imago

Noch am Morgen nach dem Debakel herrschte im deutschen WM-Quartier in Winston-Salem Katerstimmung. Keine 24 Stunden nach dem blamablen Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay war das deutsche Abenteuer in den USA endgültig beendet. Allerdings nicht mit einem gemeinsamen Rückflug nach Deutschland, nicht mit einem letzten Auftritt als Mannschaft und auch nicht mit Antworten auf die vielen offenen Fragen auf einer Pressekonferenz mit Julian Nagelsmann. Der Bundestrainer und die Spieler verließen das Teamhotel einzeln und traten ihre Reisen in die Heimat oder direkt in den Urlaub an.

Der Kontrast zu anderen Fußball-Nationen könnte kaum größer sein. In Südkorea kehrte die Nationalmannschaft nach dem Vorrunden-Aus geschlossen in die Heimat zurück. Am Flughafen in Incheon mussten die Spieler und Verantwortlichen sogar unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen empfangen werden, weil der öffentliche Ärger über das frühe Ausscheiden so groß geworden war. Die Kritik war derart heftig, dass die Polizei wegen konkreter Drohungen gegen den Nationaltrainer zusätzliche Sicherheitskräfte mobilisierte.

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