China und die USA haben sich auf eine Vereinbarung über gegenseitige Zollsenkungen im Umfang von 30 Milliarden US-Dollar sowie auf einen Dialog über künstliche Intelligenz verständigt. Die Vereinbarungen seien Teil eines acht Punkte umfassenden Konsenses, der während des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in den USA erzielt worden sei, teilte das chinesische Außenministerium laut Reuters am Samstag mit.
Zu den Ergebnissen der Gespräche gehören demnach auch die Einrichtung eines Handelsrats sowie die Verlängerung bereits erzielter Vereinbarungen aus früheren Verhandlungen in Kuala Lumpur, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte dem US-Sender CNBC zufolge bereits am Freitag, dass sich beide Länder auf Vereinbarungen für bestimmte Warengruppen verständigt hätten, die künftig zu günstigeren Bedingungen gehandelt werden könnten. Dazu zählten demnach US-Agrarprodukte und medizinische Geräte sowie als nicht sensibel eingestufte chinesische Konsumgüter. Die US-Regierung wolle am Montag weitere Einzelheiten zu den Verhandlungsergebnissen bekannt geben.
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China und USA wollen Dialog über KI aufnehmen
Im Bereich der künstlichen Intelligenz vereinbarten beide Länder einen Dialog, um sich über die Chancen und Risiken der Technologie auszutauschen. Die nächste Gesprächsrunde ist laut Reuters für November vorgesehen. Zudem soll ein Kommunikationskanal eingerichtet werden, über den sich beide Seiten zu Vorfällen im Zusammenhang mit KI verständigen können.
Die Vereinbarungen wurden während des Staatsbesuchs von Xi in den USA getroffen, der von Mittwoch bis Freitag dauerte. Nach Angaben von Xinhua tauschten sich Xi und Trump dabei ausführlich über die bilateralen Beziehungen sowie wichtige internationale und regionale Fragen aus.
Einigkeit bei internationalen Gipfeltreffen und Iran
China und die USA verständigten sich außerdem darauf, sich gegenseitig bei der Ausrichtung der Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) und der G20 zu unterstützen. Beide Präsidenten signalisierten laut Reuters ihre Absicht, an den jeweiligen Treffen im Land des anderen teilzunehmen.
In außenpolitischen Fragen erklärten beide Seiten, dass der Iran seine Verpflichtung einhalten solle, keine Atomwaffen zu entwickeln, erklärte das chinesische Außenministerium dem Bericht zufolge. Zudem sprachen sie sich dagegen aus, dass Staaten oder andere Akteure Gebühren für die Durchfahrt durch internationale Wasserstraßen erheben. Der Iran hatte in der Vergangenheit ins Spiel gebracht, Gebühren für die Passage der Straße von Hormus zu erheben.
Anhaltende Handelsgespräche
Die Vereinbarungen fallen in eine Phase anhaltender Handelsgespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Bereits zuvor hatten sich China und die USA darauf verständigt, eine bestehende Aussetzung weiterer Zollerhöhungen um zwei Monate zu verlängern. Diese sollte ursprünglich am 10. November auslaufen.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Verlängerung am Mittwoch bekannt gegeben. Sie soll beiden Seiten mehr Zeit geben, um an einem umfassenderen Handelsabkommen zu arbeiten, wie Reuters berichtete. Xi beendete seinen dreitägigen Besuch in den USA am Freitag und kehrte laut Xinhua anschließend nach China zurück.
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