Er hatte es immer gern laut, fröhlich und auch ein wenig ketzerisch gegenüber politischen Verlautbarungen, Versprechen und Angebern. Günther Schaefer, 1996 Gründungsmitglied der Künstlerinitiative East Side Gallery e.V., war ein rastloser Typ und mochte die Welt um sich herum quirlig, kreativ, bunt und immer ein bisschen crazy.
Nun ist der gebürtige Franke, Jahrgang 1954, der bis zum Mauerfall in Frankfurt am Main als Fotograf gearbeitet hatte und gleich am Tag nach dem Mauerfall am 9. November 1989 mit seiner Kamera nach Berlin gefahren war, ganz still, ja beinahe klammheimlich von dieser Welt gegangen. Erst kurz vor dem Jahreswechsel informierte ein enger Freund die Stiftung Berliner Mauer vom Tod des Künstlers. Und keiner, der ihn näher gekannt hat, weiß bislang, was die Ursache und wie die Umstände waren.
East Side Gallery
Zum Tod von Günther Schaefer: Mauerbild „Vaterland“ mit Davidstern an der East Side Gallery bleibt als sein Vermächtnis
Im März 1990 wurde der Fotograf und Maler Günther Schaefer zum Pionier an der East Side Gallery. Ein Nachruf auf den Mann, der damals einen Monat lang bei unserer Autorin lebte.
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Ein Ausschnitt von Günther Schaefers Panorama-Fresko „Vaterland“ von März 1990 an der denkmalgeschützten East Side Gallery in der Mühlenstraße
© G. Schaefer/East Side Gallery/ Stiftung Berliner Mauer
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