Fernverkehr

Nachtzug-Boom: Nightjet steuert auf Fahrgastrekord zu – aber neue Strecken bleiben aus

Rund 1,8 Millionen Menschen reisen 2026 mit den Nachtzügen der ÖBB. Doch Baustellen in Deutschland bremsen den Verkehr, und für Berlin steht eine Änderung an. Was Reisende jetzt wissen müssen.

7 Min
Unterwegs in die Nacht: ein Nightjet der ÖBB. Die Österreichischen Bundesbahnen fahren auch von Berlin nach Wien und Zürich.

Unterwegs in die Nacht: ein Nightjet der ÖBB. Die Österreichischen Bundesbahnen fahren auch von Berlin nach Wien und Zürich.

© Harald Eisenberger/ÖBB

Lange Zeit waren sie als klimafreundliche Alternative zum Flugverkehr ein Modethema. Dann gerieten Nachtzüge in der verkehrspolitischen Debatte wieder an den Rand. Es ist Zeit für eine Frage an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), den größten Betreiber von Schlaf- und Liegewagen in Europa: Ist der Nachtzug-Hype vorbei?

„Nein, ganz im Gegenteil“, sagte Kurt Bauer, der Fernverkehrschef der ÖBB, der Berliner Zeitung. „Die Entwicklung der Fahrgastzahlen zeigt, dass die Nachfrage nach Reisen über Nacht weiterhin sehr hoch ist. Für 2026 rechnen wir mit einem neuen Fahrgastrekord.“

Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr in seinen Nightjet- und EuroNight-Zügen rund 1,8 Millionen Fahrgäste, teilte der Manager mit. So viele Reisende seien von den ÖBB-Nachtzügen noch nie befördert worden. Bauer: „Allein im Juli 2026 waren erstmals mehr als 200.000 Fahrgäste in einem Monat mit unseren Nachtzügen unterwegs.“

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