Nächste Wasserprobe wird erst nach Regen entnommen

Badeverbot im Glienicker See bleibt bestehen

Claudia Fuchs
2 Min

Der Groß Glienicker See an der Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg bleibt weiterhin für Badegäste gesperrt. Das teilte das Gesundheitsamt des Landkreises Teltow-Fläming am Dienstag mit.Vor einer Woche hatten Unbekannte am Ufer auf Brandenburger Seite etwa 50 Liter Diesel und Unkrautvernichtungsmittel ausgekippt. Der See war nicht in Mitleidenschaft gezogen. "Theoretisch könnten wir das Badeverbot wieder aufheben", sagte Beate Dietze vom Gesundheitsamt. Man habe sich jedoch dagegen entschieden. "Sobald es regnet, könnten die Schadstoffe ins Wasser gelangen. Dann müsste der See auf jeden Fall gesperrt werden." Deshalb bleibe das Badeverbot bestehen. "Wenn es geregnet hat, wird eine neue Wasserprobe genommen", so Dietze. Wenn die Werte in Ordnung seien, werde der See freigegeben. Auf Spandauer Seite herrschte indes Verwirrung über die Sachlage. "Wir wollen wissen, was los ist", sagte Christian Richter, Leiter des Gesundheitsamtes. Mehrfach habe er versucht, jemanden in Brandenburg zu erreichen. Über Testergebnisse wisse er nichts. "Wir hängen die ganze Zeit am Telefon", so Richter. Die Behörden in Brandenburg hätten jedoch zugesichert, alles zu tun, um eine schnelle Lösung des Problems herbeizuführen. "Es ist verwirrend", gab Beate Dietze zu. Es seien sehr viele Behörden beteiligt. Ihres Wissens nach seien etwa 20 Bäume am Ufer gefällt und der verseuchte Boden abgetragen worden. Aus dem verbleibenden Stück Erde sei eine weitere Bodenprobe genommen worden. "Das Ergebnis liegt noch nicht vor", so Dietze. Sollte sich herausstellen, dass sie einwandfrei ist, könne der See freigegeben werden - bevor es regnet. "Dieses Badeverbot ist furchtbar", sagte Dietze. "Es sind Ferien und mehr als 30 Grad."In den beiden Berliner Gewässern, in denen Ende vergangener Woche Fäkalkeime festgestellt wurden, sind die Werte wieder in Ordnung. "Sowohl im Weißensee und im Heiligensee in Reinickendorf kann wieder gebadet werden", sagte Robert Rath, Sprecher des Landesamtes für Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz.

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