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Nächster Transfer fix: FC Energie Cottbus formt den Kader für die 2. Bundesliga

Kurz nach dem Aufstieg, baut der FC Energie Cottbus bereits fleißig an seinem Kader für die 2. Bundesliga. Als neuester Transfer kommt Fousseny Doumbia aus Frankfurt.

5 Min
Fleißig: Kaderplaner Maniyel Nergiz stellt beim FC Energie Cottbus die Mannschaft für die 2. Bundesliga zusammen.

Fleißig: Kaderplaner Maniyel Nergiz stellt beim FC Energie Cottbus die Mannschaft für die 2. Bundesliga zusammen.

© Fotostand/Weiland/imago

Maniyel Nergiz ist dieser Tage ein viel beschäftigter Mann. Es ist gerade zwei Wochen her, dass der FC Energie Cottbus durch einen 1:0-Sieg am letzten Spieltag bei Jahn Regensburg den Aufstieg sichern konnte. Trotzdem konnte der Kaderplaner schon einige Punkte seiner To-Do-Liste für den Sommer abhaken. Der Kader für die kommende Saison in der 2. Bundesliga nimmt erste Formen an. Am Montag vermeldete der Verein bereits seinen dritten Zugang für die kommende Saison.

Soll die Abwehr von Energie Cottbus in der 2. Bundesliga verstärken: Fousseny Doumbia kommt von Eintracht Frankfurt.

Soll die Abwehr von Energie Cottbus in der 2. Bundesliga verstärken: Fousseny Doumbia kommt von Eintracht Frankfurt.

© Peter Hartenfelser/imago

Fousseny Doumbia kommt für ein Jahr per Leihe von Eintracht Frankfurt an die Lausitz, wo er helfen soll, den Verein in der Liga zu halten. Der Innenverteidiger stand in der vergangenen Saison regelmäßig im Kader der Profimannschaft, auf Einsatzminuten kam er allerdings nur für die Zweitvertretung der Eintracht, die in der Hessenliga spielt. „Wir haben Fousseny mehrfach beobachtet und sehen in ihm, wohlwissend, dass es ein großer Sprung in Liga 2 sein wird, großes Potenzial“, sagte Nergiz in der Pressemitteilung des Vereins zum Transfer. Dieser Sprung ist für Trainer Claus-Dieter Wollitz kein Hindernis. „Es ist kein Geheimnis, dass wir gerne junge und talentierte Spieler in ihrer Entwicklung begleiten und sie bestenfalls auf ein neues Level heben. Das konnten wir in den zurückliegenden Jahren mehrfach eindrucksvoll unter Beweis stellen“, sagt er in der Mitteilung.

Cottbus-Kader für die 2. Bundesliga wird klarer

Der Transfer von Doumbia ist ein Zeichen des Fleißes, der in den vergangenen Wochen das Schaffen in Cottbus diktiert. Schon wenige Tage nach dem Spiel in Regensburg, als die Feierlichkeiten wohl gerade beendet waren, gab der Verein erst bekannt, dass Tim Campulka seinen Vertrag verlängert hat. Wenige Stunden später war klar, dass auch der wohl wichtigste Spieler der Mannschaft bleibt: Tolcay Cigerci hatte mit 17 Toren und 13 Vorlagen entscheidend zum Aufstieg beigetragen und wurde so verdient zum Spieler des Jahres in der 3. Liga gewählt. Er hat seinen Vertrag verlängert. Seitdem haben es ihm auch Justin Butler und Ersatztorwart Max Böhnke gleichgetan.

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Ein weiterer Spieler, der dem Verein erhalten bleibt, ist Lukas Michelbrink. Der Mittelfeldspieler hatte zum Saisonende mehrfach betont, er wolle in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen, und ließ dabei offen, ob dies für seinen Stammverein Hertha BSC sein würde oder, im Falle des Aufstiegs, für Cottbus. In der vergangenen Woche gab der Verein bekannt, dass Michelbrink für ein weiteres Jahr von der Alten Dame ausgeliehen wird, die nun als Konkurrenz zu bezeichnen ist. „Wir sind sehr froh, dass dieses ‚Perfect Match‘, wie man heutzutage sagt, noch ein weiteres Jahr bei uns so weitergehen darf“, sagt Wollitz zum Transfer.

Aufstiegsheld: Lukas Michelbrink bleibt ein weiteres Jahr beim FC Energie Cottbus.

Aufstiegsheld: Lukas Michelbrink bleibt ein weiteres Jahr beim FC Energie Cottbus.

© Sascha Janne/imago

Ganz neu ist dagegen der dritte Zugang der Lausitzer: Christian Kinsombi kommt fest vom FC Hansa Rostock, wo er in der vergangenen Saison eher Joker war als Stammspieler. Für Hansa und zuvor beim SV Sandhausen spielte er jedoch bereits in der 2. Bundesliga und soll diese Erfahrung mit nach Cottbus bringen. „Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf hohem Niveau spielen kann. Genau das wünschen wir uns von ihm in unserer Mannschaft in der neuen Saison“, sagt Wollitz in der Pressemeldung zum Transfer. Auf dem Platz soll er flexibel eingesetzt werden und vor allem die Offensive verstärken: „Er ist schnell und flexibel einsetzbar, kann in der Zentrale oder über die Außenbahn, aber auch ganz vorne im Angriff zum Einsatz kommen“, erklärt Wollitz.

Wichtige Spieler gehen

Auf der anderen Seite muss der FCE dagegen auch einige schmerzliche Abgänge hinnehmen. So wird der Defensive von Wollitz' Team wohl das gesamte Korsett herausgerissen. Towart Marius Funk zieht es zurück zum VfB Stuttgart und auch für Nyamekye Awortwie-Grant scheint es zu einem Bundesligisten zu gehen. Der SC Paderborn wird wohl der neue Verein des Innenverteidigers. Dessen Partner in der entscheidenden Saisonphase war meistens King Manu. Auch seine Leihe von Fortuna Düsseldorf endet.

Der nun ausgeliehene Fousseny Doumbia könnte in der Defensive, wenn es nach Wollitz und Nergiz geht, helfen, die Handlungsnot in der Abwehr zu verringern. Doch auch bei Manu gibt es Hoffnung: Verschiedene Medien, darunter der Kicker, berichten, dass Manus Vertrag in Düsseldorf durch den Abstieg in die 3. Liga nicht mehr gültig sei, wodurch der Spieler ablösefrei zu haben wäre. Gut möglich also, dass er dadurch auch in der kommenden Saison für Cottbus aufläuft.

So oder so werden die stressigen Tage für Nergiz in naher Zukunft erst einmal nicht weniger. Besonders drängt die Suche nach einem Ersatz für Torwart Funk. Eine Möglichkeit könnte Torben Müsel sein, der mit Rot-Weiss Essen erst in der Relegation am Aufstieg scheiterte. An ihm soll aber auch der 1. FC Magdeburg dran sein.

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