Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird bei seinem Besuch der UN-Generalversammlung in New York voraussichtlich nicht mit US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Ein Vertreter der US-Regierung sagte der Zeitung Times of Israel (TOI) am Freitag, Netanjahu gehöre nicht zu den Staats- und Regierungschefs, mit denen Trump am Rande der Versammlung Gespräche geplant habe. Es sei unwahrscheinlich, dass die Terminpläne der beiden noch Raum für ein Treffen ließen.
Nach Angaben des US-Vertreters wird Trump am Dienstag in New York unter anderem die Regierungschefs Großbritanniens und Japans treffen, außerdem die mexikanische Präsidentin. Anschließend kehrt er nach Washington zurück, um dort den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu empfangen. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte vor Journalisten, Trump werde in New York zudem mit Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez sprechen. Das Gespräch solle am Rande eines Empfangs stattfinden, zu dem Trump Staats- und Regierungschefs einlädt. Wer auf der Gästeliste steht, sagte Waltz nicht.
Statt mit Trump soll Netanjahu in New York mit US-Außenminister Marco Rubio zusammenkommen. Das berichtete die israelische Tageszeitung Israel Hayom am Donnerstag. Das Büro des Ministerpräsidenten erklärte gegenüber der TOI, der Reiseplan sei noch nicht endgültig festgelegt.
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Das Nachrichtenportal Axios hatte in dieser Woche berichtet, Trump wolle während der Generalversammlung Vertreter der Golfstaaten treffen. Dabei soll es um die nächsten Schritte im Iran-Krieg und um amerikanische Vorstellungen für die Zeit nach dem Krieg gehen. Der israelische Fernsehsender Channel 13 meldete, Netanjahu hoffe, ebenfalls mit den Golfstaaten ins Gespräch zu kommen.
Abstecher nach Texas
Laut dem Bericht wird Netanjahu vor seinem Auftritt in New York für mehrere Termine nach Texas reisen. Dort werde er voraussichtlich den Unternehmer Elon Musk treffen. Worüber die beiden sprechen wollen, ist nicht bekannt. Der Sender berichtete außerdem, wegen des Abstechers müssten mehrere Mitglieder der Delegation auf Linienflüge ausweichen, statt mit der israelischen Regierungsmaschine „Wing of Zion“ zu reisen.
Musk und Netanjahu kennen sich
Ein ähnliches Treffen hatte es schon vor drei Jahren gegeben. Im September 2023 machte Netanjahu vor der UN-Generalversammlung einen Umweg nach Kalifornien und führte mit Musk im Tesla-Werk in Fremont ein live auf der Plattform X übertragenes Gespräch. Im Mittelpunkt stand damals unter anderem Künstliche Intelligenz. Musk war zu jener Zeit wegen des Umgangs mit antisemitischen Inhalten auf X in der Kritik. Nach dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 besuchte er im November desselben Jahres Israel und ließ sich von Netanjahu durch den angegriffenen Kibbuz Kfar Aza führen.
Netanjahu soll am kommenden Donnerstag vor der Vollversammlung sprechen. Nach bisheriger Planung bleibt er nur etwa einen Tag in New York.
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