Die Bühne für das Rückspiel des Playoff-Viertelfinals um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft war bereitet. Die Netzhoppers KW baten am Karfreitag die favorisierten BR Volleys, die mit ihrem 3:0-Hinspielsieg im Rücken nach Königs Wusterhausen kamen, in ihre ausverkaufte Paul-Dinter-Halle, um mit der heimischen Fanunterstützung die Berliner ins Entscheidungsspiel zu zwingen. Das schafften sie jedoch nicht. Auch wenn die Mannschaft von Headcoach Liam Sketcher dem Rekordmeister auf dem Heimparkett einen Satz abnehmen konnte, musste sie sich am Ende mit 1:3 (13:25, 25:23, 12:25, 19:25) geschlagen geben.
Die Heimmannschaft legte einen starken Auftakt hin, ging schnell in Führung und konnte ihren Vorsprung dank zweier aufeinanderfolgender Asse auf 5:2 ausbauen. Die Berliner wirkten zu Beginn noch etwas unsicher und offenbarten Probleme in der Abstimmung. Die Volleys holten jedoch Punkt für Punkt auf. Nachdem sie beim Stand von 9:8 erstmals die Führung übernommen hatten und sich bei den Hausherren vermehrt Fehler einschlichen, sah sich Netzhoppers-Coach Liam Sketcher beim Stand von 10:13 zu einer ersten Auszeit gezwungen.
Die Unterbrechung brachte für die Netzhoppers jedoch kaum Besserung, stattdessen dominierten im weiteren Satzverlauf die Gäste das Geschehen. Und als der Berliner Jake Hanes den ersten Satzball souverän zum 25:13 verwandelte, mussten die Netzhoppers den ersten Durchgang sehr deutlich abgeben
Den Netzhoppers gelingt zwischenzeitlicher Ausgleich
Im zweiten Durchgang konnten die Gastgeber die klare Überlegenheit des Favoriten zunächst stoppen. Wieder erwischte Königs Wusterhausen einen guten Start und konnte sein spielerisches Niveau über längere Zeit aufrechterhalten. Der Satz blieb bis in die Schlussphase hinein spannend, und beim Stand von 20:15 rückte ein Satzgewinn in greifbare Nähe. Tatsächlich setzten sich die Brandenburger durch: Caleb Lipscomb machte mit dem 25:23 den Satzausgleich perfekt.
Im dritten Satz fanden die Berliner jedoch schnell zu ihrer Linie zurück und setzten sich direkt mit 4:0 ab. Mit mehr Tempo und Genauigkeit bestimmten sie nun wieder deutlich das Spielgeschehen. Am Ende stand ein klares 25:12 auf der Anzeigentafel, womit die Volleys nach Sätzen wieder mit 2:1 vorne lagen.
Der vierte Durchgang begann zunächst ausgeglichener, dennoch hatten die Gäste das Spielgeschehen insgesamt klar im Griff. Spätestens beim Zwischenstand von 10:4 setzte sich der Rekordmeister deutlich ab und kontrollierte den weiteren Verlauf souverän. Am Ende machte der Berliner Nolan Flexen mit dem verwandelten Matchball zum 25:19 den 3:1-Erfolg und den gleichzeitigen Einzug seiner Mannschaft ins Playoff-Halbfinale perfekt.
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Erneuter Einzug in die Playoffs ist ein Erfolg
Während die Netzhoppers nach den Niederlagen im Hin- und Rückspiel des Viertelfinals früh aus den Playoffs ausgeschieden sind, bewertet Geschäftsführer Dirk Westphal den Saisonauftritt der Mannschaft als durchaus positiv. Seiner Meinung nach war allein schon der erneute Einzug in die Playoffs ein Erfolg, der einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung darstellt. „Klar hätten wir gerne unser Heimspiel gewonnen, aber die Berliner haben sehr eindrucksvoll gezeigt, warum sie zwölfmal in den letzten 14 Jahren Deutscher Meister geworden sind“, meint Westphal gegenüber der OAZ.
„Die Saison war ein voller Erfolg und auch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft gegen den Deutschen Meister präsentiert hat, war so, wie ich es mir vorgestellt habe“, fügte der Geschäftsführer hinzu und schob noch ein Kompliment hinterher: „Ich bin stolz auf die Mannschaft und auch sie selbst kann stolz auf das Geleistete sein.“
Während für die Netzhoppers KW die Bundesliga-Saison nun beendet ist, dürfen die BR Volleys bis nächste Woche Sonnabend (11. April) pausieren. Dann steht in Berlin das erste Playoff-Halbfinale an. Gegner ist entweder VfB Friedrichshafen oder MTV Ludwigsburg.
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