Ukraine-Krieg

Neue Angriffe: Hunderte Drohnen über der Ukraine – Russland meldet Tote auf der Krim

Nach ukrainischen Angaben griff Russland erneut mit Hunderten Drohnen und einer Rakete an. Auch Russland meldete erneute Angriffe.

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Ein beschädigtes Wohnhaus in Konotop in der Region Sumy

Ein beschädigtes Wohnhaus in Konotop in der Region Sumy

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Bei neuen Luftangriffen sind am Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sowie in mehreren ukrainischen Regionen Menschen getötet worden. Auf der Krim kamen nach Angaben des von Moskau eingesetzten Verwaltungschefs Sergej Aksjonow vier Menschen ums Leben, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete.

Drei Menschen seien in der Nacht zu Donnerstag bei Angriffen auf unbewohnte Gebäude in der Stadt Simferopol getötet und sieben weitere verletzt worden, so Aksjonow. Ein weiterer Mensch starb demnach bei einem Drohnenangriff auf einen Pendlerzug auf der Strecke von Asowski nach Kertsch, drei Insassen wurden verletzt. Der Verkehr auf der Krimbrücke war nach Angaben von Interfax mehrere Stunden gesperrt.

Über Sewastopol wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs Michail Raswoschajew in der Nacht 52 Drohnen abgeschossen, wie Interfax meldete. Drei Privathäuser seien beschädigt worden, Opfer habe es nicht gegeben. Das russische Verteidigungsministerium erklärte laut AFP, die russische Armee habe insgesamt 272 ukrainische Drohnen abgefangen.

Militär: 264 Drohnen über der Ukraine abgefangen

Russland griff die Ukraine nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit 293 Drohnen verschiedener Bauart sowie einer ballistischen Rakete vom Typ Iskander-M an. 264 Drohnen seien abgeschossen oder elektronisch gestört worden. An elf Orten habe es Einschläge gegeben, an zwölf weiteren seien Trümmerteile niedergegangen, hieß es in einer Erklärung auf Telegram.

Landesweit wurden nach Angaben regionaler Behörden während des vergangenen Tages mindestens 16 Menschen getötet und 86 verletzt, wie das ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtete. Die meisten zivilen Opfer meldete das südliche Gebiet Cherson: Gouverneur Olexandr Prokudin zufolge wurden dort sechs Menschen getötet und 26 verletzt, darunter ein Kind. 53 Ortschaften seien beschossen worden.

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Im Gebiet Donezk kamen nach Angaben von Gouverneur Wadym Filaschkin drei Menschen in Kramatorsk und zwei weitere in Druschkiwka ums Leben, elf wurden verletzt. Im Gebiet Charkiw wurden laut den örtlichen Behörden drei Menschen getötet und 21 Menschen verletzt. Weitere Tote und Verletzte meldeten die Verwaltungen der Gebiete Sumy, Saporischschja und Dnipropetrowsk, wie der Kyiv Independent weiter berichtete.

Angriffe kurz vor Start des russischen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg

Am Mittwoch hatte die Ukraine kurz vor dem Start des internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) in St. Petersburg massive Drohnenangriffe in der Region durchgeführt. In weiten Teilen der Millionenstadt waren Rauchschwaden zu sehen. Die Veranstaltung dauert noch bis Samstag, am Freitag wird eine Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin erwartet.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe später auf der Plattform X. Getroffen worden seien „wichtige Einrichtungen auf russischem Territorium“. Genannt wurden ein Ölterminal in Sankt Petersburg, militärische Ziele auf dem Marinestützpunkt Kronstadt sowie ein Betrieb der russischen Rüstungsindustrie in der Region Tambow.

„Das Petersburger Ölterminal“ liege rund 1100 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, schrieb Selenskyj. Zudem seien „rein militärische Ziele“ auf dem Stützpunkt Kronstadt getroffen worden. Er sprach von einem „guten Resultat“ gemeinsamer Operationen von Drohneneinheiten, Spezialkräften und Geheimdiensten.

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