Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf startet im Oktober eine neue Forschungsgruppe mit einem Budget von 1,75 Millionen Euro, wie das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mitteilte. Eine Million Euro kommt aus einem Förderfonds der Helmholtz-Gemeinschaft, 750.000 Euro zahlt das Zentrum selbst. Die Gruppe leitet Riley Barta, der von 2021 bis 2023 bereits an der TU Dresden geforscht hat und zuletzt Professor an der Purdue University in den USA war.
Die Forscher untersuchen Kreisläufe mit überkritischem Kohlendioxid. Das Gas gerät unter hohem Druck und bei erhöhter Temperatur in einen Zustand zwischen Flüssigkeit und Gas. Damit lässt sich Abwärme aus Fabriken in Strom umwandeln oder per Wärmepumpe auf höhere Temperaturen bringen, etwa für Prozesse in der Stahl-, Papier- oder Chemieindustrie. Das Zentrum verspricht sich davon einen um bis zu zehn Prozent höheren Wirkungsgrad als bei herkömmlichen Dampfprozessen. Ob sich eine solche Anlage lohne, hänge von der Abwärme vor Ort, dem Bedarf und den Kosten ab.
Für die Versuche nutzt das Team eine Anlage am Institut für Fluiddynamik in Rossendorf, in der sich Kreisläufe bei bis zu 500 Grad Celsius und 300 bar testen lassen. Dort soll geklärt werden, wie die Technik mit schwankender Abwärme und wechselndem Strombedarf zurechtkommt und was Verunreinigungen im Kohlendioxid anrichten. Am Ende sollen geprüfte Computermodelle und Messdaten vorliegen.
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Die Förderung läuft über das Programm für Nachwuchsgruppen der Helmholtz-Gemeinschaft. Es startet jedes Jahr bis zu neun solcher Gruppen und stattet sie fünf Jahre lang mit mindestens 1,75 Millionen Euro aus. Nach einer positiven Bewertung erhalten die Leiter eine unbefristete Stelle an ihrem Zentrum.
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