Ausweisdokument

Neue Regel in Italien ab 3. August: Papierausweis gilt für Auslandsreisen nicht mehr

Ab dem 3. August können Papierausweise in Italien nicht mehr für Auslandsreisen genutzt werden. Innerhalb des Landes gelten für einige Funktionen Übergangsregelungen.

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Reisende am Flughafen Rom-Fiumicino

Reisende am Flughafen Rom-Fiumicino

© Marcello Valeri/ZUMA Press Wire/imago

In Italien wird der Personalausweis in Papierform für Auslandsreisen abgeschafft. Ab dem 3. August 2026 kann das Dokument nicht mehr für Reisen außerhalb Italiens genutzt werden, wie etwa das italienische Nachrichtenportal RaiNews berichtet. Dies gilt unabhängig davon, welches Ablaufdatum auf dem Ausweis steht.

Die Gemeinde Vigone in der norditalienischen Region Piemont teilte mit, dass der Papierausweis ab dem 3. August „unter keinen Umständen“ mehr für Auslandsreisen verwendet werden könne. Betroffen sind demnach auch Dokumente, die offiziell noch gültig sind, den Vermerk „für Auslandsreisen gültig“ tragen oder ein Ablaufdatum nach dem 3. August 2026 aufweisen.

Die Regelung geht laut RaiNews auf eine EU-Verordnung zurück, mit der die Sicherheitsstandards für Identitätsdokumente in der EU vereinheitlicht werden. Die alten Papierausweise verfügen demnach nicht über einen Mikrochip, gespeicherte Fingerabdrücke oder biometrische Merkmale und gelten daher als anfälliger für Fälschung und Betrug.

Was innerhalb Italiens gilt

Für die Nutzung im Inland gelten Übergangsregelungen. Ein noch nicht abgelaufener Papierausweis bleibt laut RaiNews für die alltägliche Identifikation, Behördengänge, Bankgeschäfte oder Gesundheitsleistungen zunächst gültig.

Die Gemeinde Vigone konkretisiert die Ausnahmen: Der Papierausweis kann demnach etwa bei Vertragsverhältnissen genutzt werden, die vor dem 3. August 2026 eingegangen wurden und bei denen das Dokument bereits zur Identifizierung erfasst war. Für den Zugang zu grundlegenden Rechten sowie Gesundheits-, Sozial- und Verwaltungsleistungen gilt die Nutzung nach Angaben der Gemeinde bis zum 31. Januar 2027.

Alternativen für Reisen ins Ausland

Für Auslandsreisen nennt RaiNews zwei Möglichkeiten. Wer bereits einen gültigen Reisepass besitzt, kann diesen weiter nutzen. Alternativ lässt sich die elektronische Identitätskarte (CIE) beantragen – laut RaiNews jederzeit bei der zuständigen Wohnsitzgemeinde, ohne den Ablauf des alten Dokuments abwarten zu müssen.

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Die Gemeinde Vigone riet dazu, einen Antrag frühzeitig zu stellen. Die elektronische Identitätskarte werde normalerweise innerhalb von zehn Werktagen ab dem Datum der Anfrage zugestellt. Allerdings sollten Antragsteller eine mögliche Wartezeit bei den zuständigen Behörden beachten, da in den Wochen vor dem 3. August mit einer steigenden Zahl von Anfragen gerechnet werde.

Für im Ausland lebende italienische Staatsbürger gilt laut italienischem Außenministerium: Ab dem 1. Juni können sie die CIE ebenfalls bei jeder italienischen Gemeinde beantragen. Ansonsten verweist das Ministerium auf das jeweils nächstgelegene Konsulat.


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