Ab 2027 stellen zahlreiche Städte und Landkreise in Deutschland ihre Sammlung von Leichtverpackungen um. Statt des Gelben Sacks soll künftig die Gelbe Tonne zum Standard werden. Darüber berichtet t-online unter Berufung auf Angaben der betroffenen Kommunen und Entsorgungsunternehmen.
Zu den Regionen, die die Gelbe Tonne flächendeckend einführen oder bereits ausrollen, zählen unter anderem München, Brandenburg an der Havel, der Landkreis Vorpommern-Greifswald, der Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein, der Landkreis Regensburg sowie die saarländische Stadt St. Ingbert. In vielen Fällen werden die Behälter automatisch und kostenlos an die Haushalte verteilt.
Bereitstellung bleibt kostenfrei
Mit der Umstellung sollen Probleme vermieden werden, die bei der Sammlung mit Gelben Säcken immer wieder auftreten. Kommunen verweisen etwa auf Beschädigungen durch Wind, Wetter oder Tiere. Die Tonnen gelten als robuster und sollen die Abfallentsorgung vereinfachen.
An den grundsätzlichen Regeln zur Mülltrennung ändert sich nichts. In die Gelbe Tonne gehören weiterhin ausschließlich Verpackungen aus Kunststoff. Metall, Holz oder Verbundstoffen. Lebensmittelreste, Papier, Elektrogeräte oder andere Fremdstoffe sind nicht erlaubt. Werden Tonnen falsch befüllt, kann die Leerung verweigert werden, bis der Inhalt nachsortiert wurde.
Die Bereitstellung und Leerung der Gelben Tonnen ist nach Angaben der beteiligten Stellen in der Regel kostenfrei. Finanziert wird das System über die sogenannten dualen Systeme, die sich aus Lizenzentgelten der Hersteller von Verpackungen speisen. Zusätzliche kommunale Müllgebühren entstehen dadurch üblicherweise nicht.
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