Nahverkehr

Berlin bekommt neue S-Bahnen: Was der Milliarden-Deal für Fahrgäste und Steuerzahler bedeutet

Das Drama ist zu Ende. Nach fast sechs Jahren wurden endlich die Verträge unterschrieben. Insider kritisieren das „irrwitzige Verfahren“ und warnen vor hohen Mehrkosten.

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Eine S-Bahn am Südkreuz. Auch die Züge der jüngsten Baureihe 483/484 wurden bereits von Siemens und Stadler geliefert.

Eine S-Bahn am Südkreuz. Auch die Züge der jüngsten Baureihe 483/484 wurden bereits von Siemens und Stadler geliefert.

© Rüdiger Wölk/imago

Der Milliarden-Deal ist unter Dach und Fach. Nachdem es jahrelang kaum voranzugehen schien, wurde jetzt der Turbo eingeschaltet. Wenige Tage, nachdem der Auftrag einging, konnten die Verträge unterschrieben werden. Berlin und Brandenburg bekommen viele Hundert neue S-Bahnwagen. Auch wer sie betreibt, steht jetzt fest.

Nach fast sechs Jahren Dauer, zehn Jahre nach der ersten offiziellen Vorinformation, konnte das größte Vergabeverfahren der deutschen Verkehrsgeschichte endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Aber ist das Drama um die Berliner S-Bahn nun wirklich zu Ende? 

Jetzt ist erst einmal Erleichterung das Gefühl der Stunde. Der Kampf um die vier Auftragslose, deren Gesamtvolumen sich fast verdoppelte, hat die Beteiligten ausgelaugt. „Seit Jahren hatte ich kein richtiges Weihnachten mehr“, klagt einer. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) zeigt sich ebenfalls erleichtert: „Jetzt können wir den nächsten Schritt gehen: moderne, zuverlässige S-Bahnen für die Metropolregion.“

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