Im Thüringer Wald lebt seit Donnerstag ein weiterer Luchs. Das Männchen mit dem Namen „Gabriel“ wurde nahe Oberhof in die Freiheit entlassen, wie der Thüringer Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bekannt gab. Damit ist der Kater bereits das siebte Tier, das im Rahmen eines laufenden Auswilderungsprojekts in der Region freigesetzt wurde.
„Mit ihm wächst die noch junge Population im Thüringer Wald weiter – ein wichtiger Schritt für die Rückkehr der scheuen Katze nach Thüringen“, erklärte der BUND Thüringen. Gefangen wurde das fünf bis sechs Jahre alte Tier mit einer Lebendfalle in den rumänischen Karpaten. Vor der Freilassung erhielt Gabriel ein Halsband mit Sender, das seinen Aufenthaltsort übermittelt und nach einem Jahr automatisch abfällt.
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Luchse gelten hierzulande als bedroht und stehen unter strengem Schutz. Mit den Freilassungen soll die Vernetzung der Bestände in Mitteleuropa verbessert werden. Zerschnittene Landschaften durch Straßen und Siedlungen erschweren der Wildkatze die natürliche Ausbreitung. Der Thüringer Wald fungiert nach Angaben des BUND als „Trittstein“ zwischen den Vorkommen im Harz und im Bayerischen Wald. Bereits im vergangenen Jahr wurden Zuwanderungen aus dem bayerischen Raum nachgewiesen. An dem Projekt arbeitet der BUND Thüringen unter anderem mit dem WWF zusammen. (mit dpa)
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