Neuer Stadtteil bekommt ein Einkaufszentrum

Die Tiefgarage wird eine der größten im Land

Birgitt Eltzel
2 Min

Lange mussten die Bewohner des neuen Stadtteils Biesdorf-Süd darauf warten. Jetzt sollen die Bauarbeiten für ein Handelszentrum am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz beginnen. Auf einem 5,6 Hektar großen Grundstück errichtet die H.H. Götsch KG ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Tiefgarage für 1 850 Autos. Einziehen werden ein Kaufland-Warenhaus sowie sechs Fachmärkte, unter anderem für Sport- und Textilartikel sowie für Schuhe und Drogeriewaren. In einer kleinen Mall sollen weitere Geschäfte und Dienstleister untergebracht werden - Post und Bank, Bäcker und Fleischer sowie Apotheke und Reisebüro. "Die Eröffnung ist im März 2003 geplant", sagt Stephan Jung von der Baugrund, die den Stadtteil im Auftrag des Landes Berlin entwickelt.Bisher steht den Bewohnern des Stadtviertels außer einem Baumarkt keine Einkaufsmöglichkeit zur Verfügung. Ursprünglich sollte das Zentrum bereits zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft öffnen. Schon im Mai 2000 erfolgte der symbolische erste Spatenstich. Laut Jung gab es Verzögerungen mit der Baugenehmigung. "Vor allem deshalb, weil die Brandschutzsicherheit der Tiefgarage besonders geprüft werden musste." Diese sei eine der größten Deutschlands. Ihre Besonderheit: Sie erstreckt sich unter dem gesamten Grundstück, alle Stellflächen für Pkw werden auf derselben Ebene angelegt.Im Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd sollen bis 2010 rund 10 000 Menschen wohnen. Bereits jetzt zählt das Quartier etwa 2 000 Einwohner, die dort in Reihen- oder Doppelhäusern leben. In einem zweiten Bauabschnitt südlich sollen im Zentrum bis 2004/2005 Gebäude in Blockbauweise entstehen, die laut Götsch KG für Büronutzung vorgesehen sind. Ein Stadthaus wird dem Bezirk angeboten. Laut Jung kann dieser das Gebäude zu "äußerst günstigen Bedingungen" anmieten. Möglichkeiten bestehen dort für die Unterbringung einer Bibliothek, eines Bürgerbüros sowie für einen Seniorentreff. Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt betragen rund 220 Millionen Mark.

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