BERLIN. Bundesweit haben sich im vergangenen Jahr insgesamt drei Prozent weniger Menschen - so der letzte DIHK-Gründer-Report - für den Weg in die Selbstständigkeit interessiert. Die Berliner sind im Vergleich zu den anderen Bundesländern zwar gründungswilliger, aber auch hier ging es im Laufe des Jahres nicht wirklich aufwärts. Nur sechs Prozent aller, die an der Spree Unternehmer werden, siedeln sich im Hightech-Sektor an und müssen größere Summen investieren. Die meisten Gründer backen eher "kleinere Brötchen". Sie schaffen Arbeitsplätze, haben es aber auch besonders schwer, an Geld zu kommen. Die KfW Mittelstandsbank will gerade diese Unternehmer mit ihrem verbesserten Kleinkreditprogramm unterstützen, das seit Anfang 2008 gilt.----Worum geht es dabei?Die KfW Mittelstandsbank hat ihre beiden Kleinkreditprogramme "StartGeld" und "Mikrodarlehen" zum "KfW-StartGeld" zusammengefasst. Die Förderung wird damit einfacher und transparenter. Sie richtet sich an kleine Unternehmer und Freiberufler, die insgesamt nicht mehr als 50 000 Euro benötigen, um ihre Geschäftsidee starten beziehungsweise ausbauen zu können.Wo wird das Darlehen beantragt?Der Antrag ist grundsätzlich bei der Hausbank zu stellen, welche das Darlehen an den Kreditnehmer durchreicht. Ganz wichtig ist der Zeitpunkt: Mit dem Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein.Sind Gründer im Nebenerwerb auch förderfähig?Ja. Allerdings muss die Existenzgründung mittelfristig auf den Vollerwerb ausgerichtet sein. Die Antragstellung ist auch für bereits erfolgte Gründungen möglich - allerdings nur bis zu einem Unternehmensalter von drei Jahren.Was ist, wenn mehrere Personen ein Unternehmen gründen?Wenn beispielsweise ein Gründer-Duo 100 000 Euro für die gemeinsame Firma benötigt, kann jeder von ihnen den Höchstbetrag in Anspruch nehmen. Das "KfW-StartGeld" hat eine Laufzeit von fünf oder zehn Jahren, davon sind ein Jahr beziehungsweise zwei tilgungsfrei. Der effektive Jahreszins beträgt bei fünfjähriger Laufzeit und Zinsbindung 5,96 Prozent, bei zehnjähriger Laufzeit und Zinsbindung 6,06 Prozent. Es kann außerplanmäßig getilgt werden, ohne zusätzliche Kosten.Wer trägt das Risiko?Das unternehmerische Risiko liegt immer beim Existenzgründer selbst. Allerdings sehen sich die Banken und Sparkassen gerade bei Gründungsfinanzierungen besonderen Risiken ausgesetzt. Um ihnen die Kreditentscheidung zu erleichtern, bietet die KfW Mittelstandsbank an, die Hausbanken zu 80 Prozent von der Kredithaftung freizustellen. Die Hausbank hat somit gerade einmal 20 Prozent des Risikos zu tragen.Wo kann man sich zur Finanzierung beraten lassen?Im Beratungszentrum am Gendarmenmarkt kann man sich unter 030-202 64 50 50 zu einem individuellen Beratungsgespräch anmelden. Experten beraten kostenfrei zu den Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und geben Tipps fürs Bankgespräch. Sollte es erforderlich sein, zusätzliches betriebswirtschaftliches Know-how zu vermitteln, steht eine gezielte Unternehmensberatung zur Verfügung. Die Kosten dafür kann die KfW anteilig bezahlen.------------------------------Im Internet: Weitere Informationen unter www.kfw-mittelstandsbank.de, im Bereich "Beratung" unter dem Stichwort "Finanzierungsberatung".
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