Neues Profil für die Behörde

Gauck: Forschung wird Schwerpunkt

Renate Oschlies
1 Min

BERLIN, 4. Februar. Die Gauck-Behörde wird ihre Arbeit in den kommenden Jahren vorrangig auf die Unterstützung wissenschaftlicher und publizistischer Aufarbeitung der DDR-Diktatur konzentrieren. Das kündigte Behördenchef Joachim Gauck bei einem Gespräch über Aufgaben und Zukunft der Bundesbehörde im Berliner Haus am Checkpoint Charlie an. Die Überprüfungen für den öffentlichen Dienst auf eine Stasi-Mitarbeit enden nach dem Stasiunterlagengesetz im Jahr 2006. Die Behörde sollte sich dann neben der Politik- und Zeitgeschichtsforschung auch der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit unter psychologischen und sozialen Aspekten zuwenden, sagte der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen. Bei der Erforschung der Mechanismen der Diktatur spielten die Opfer des SED-Systems eine wichtige Rolle. Sie forderte Gauck auf, "ihre Biographien im vereinten Deutschland öffentlich zu machen und nicht zu verschweigen". Dies sei notwendig, aber auch "besonders schwer in einer Gesellschaft, in der Erfolg zählt und es suspekt ist, sich als Opfer zu präsentieren", betonte Gauck.

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