Aufrüstung

Neues SPD-Manifest: „Die Partei von Brandt distanziert sich von Brandt – das kann doch nicht wahr sein“

Schon 2025 sorgte das damalige SPD-Friedensmanifest für heftige Kontroversen in der Partei. Jetzt legen Ralf Stegner und Gernot Erler mit einem neuen Buch nach.

8 Min
Unter den Augen von Willy Brandt: Die SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil in der Parteizentrale in Berlin. Hat sich die Parteiführung von Brandts Entspannungspolitik entfernt?

Unter den Augen von Willy Brandt: Die SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil in der Parteizentrale in Berlin. Hat sich die Parteiführung von Brandts Entspannungspolitik entfernt?

© IMAGO

Das Manifest der SPD-Friedenskreise von 2025 forderte unter anderem mehr Rüstungskontrolle, Verhandlungen mit Russland und eine Abkehr von einem neuen Rüstungswettlauf. Zu den prominenten Unterzeichnern gehörte neben Ralf Stegner auch der frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich – das Papier stieß innerhalb der SPD und darüber hinaus auf heftige Kritik. Nicht selten fiel der Vorwurf der Naivität, worauf oftmals die Zuschreibung als „Putin-Versteher“ folgte.

Mit dem neuen Buch „Gemeinsame Sicherheit heute! Manifest für den Frieden“, herausgegeben von Gernot Erler und Ralf Stegner, an dem auch Mützenich als Autor beteiligt ist, legen die SPD-Friedenspolitiker ihre Argumente deutlich ausführlicher vor – und geben der alten Auseinandersetzung über den sicherheitspolitischen Kurs der SPD neuen Zündstoff.

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