Gegen den Schauspieler Christian Ulmen ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt eingeleitet worden. Das bestätigte die zuständige Staatsanwaltschaft Potsdam auf Anfrage der Berliner Zeitung. Die Vorwürfe wegen „digitaler Gewalt“ werden weiterhin geprüft.
Nach einer ersten Prüfung der von der Anzeigenerstatterin Collien Fernandes übermittelten Informationen sei ein Anfangsverdacht bejaht worden, teilte die stellvertretende Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Marieke Piazolo, mit. Gegenstand des Verfahrens seien mehrere mutmaßliche Vorfälle häuslicher Gewalt, die sich in den Jahren 2022 und 2023 in Spanien ereignet haben sollen.
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Vorwurf der „digitalen Gewalt“ wird weiterhin geprüft
Fernandes ist Ulmens Ex-Frau, hatte diesem zuletzt schwere Vorwürfe gemacht und ihn zunächst in Spanien angezeigt. Er soll mit Fake-Profilen der Moderatorin und Schauspielerin gefälschtes pornografisches Material von ihr verbreitet haben. Von Mallorca wanderte der Fall aufgrund fehlender Zuständigkeit nach Potsdam. Die dortige Behörde prüfe weiterhin die Vorwürfe der „digitalen Gewalt“, erklärte Piazolo. Weitere Auskünfte könnten zum Schutz der laufenden Ermittlungen derzeit nicht erteilt werden, hieß es von der Behörde.
Zum Stand eines parallel laufenden Verfahrens gegen Ulmen wegen Nachstellung aufgrund von erstellten Fake-Accounts äußerte sich die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage nicht. Ein Anfangsverdacht ist im Strafrecht lediglich die unterste Stufe des Verdachtsgrades und leitet anhand von Anhaltspunkten ein Ermittlungsverfahren ein. Damit ist weder ein hinreichender noch ein dringender Tatverdacht erreicht. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
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